Wann ist eine Ausbildung für Jugendliche attraktiv? Wenn die Berufsbezeichnung gut klingt.
Die Bezeichnungen von Berufen entscheiden bei vielen Schulabgängern über die Berufswahl. Jugendliche sehen den Namen eines Berufs oft nicht nur als Hinweis auf die damit verbundenen Tätigkeiten, sondern prüfen an ihm auch dessen Image-Tauglichkeit. Das habe eine Studie ergeben, teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn mit. Wichtig sei für die Teenager der Eindruck, den die Erwähnung des Berufs bei Freunden macht.
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Attraktiv sind dem Institut zufolge Bezeichnungen, die auf einen intelligenten, erfolgreichen und geachteten Menschen schließen lassen, etwa die Bezeichnung "Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien". Schlecht für das Image sind Namen wie Gebäudereiniger oder Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Berufe, die nicht sofort interessant klingen, fielen bei vielen Schulabgängern durch und werden bei der weiteren Lehrstellensuche nicht mehr beachtet.
Zudem lesen Jugendliche laut BIBB die Berufsbezeichnungen wie Hinweisschilder auf das, was sie später im Beruf erwartet. Dies werde oft zum Problem für traditionelle Berufe, deren Bezeichnungen falsch verstanden werden und daher altmodisch wirkten. Namen wie Bäcker oder Schornsteinfeger würden eher mit Gestalten aus Märchenbüchern in Verbindung gebracht als mit der modernen Berufswirklichkeit.
Bezeichnungen wie "...verarbeiter/in", "...monteur/in" oder "...mechaniker/in" locken hauptsächlich Jungen an. Mädchen zeigen laut BIBB dagegen mehr Interesse bei Namen wie Feinoptikerin, Feintäschnerin oder Konditorin, die auf feinmotorisch-gestalterische Tätigkeiten schließen lassen.
(Quelle: sueddeutsche.de/dpa)