Kein Einsatz unter Hochschulniveau

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Zwar soll ein Studium im Bachelor stärker als früher für den Beruf qualifizieren - als Hauptproblem der Absolventen bei der Stellensuche erweist sich aber ausgerechnet mangelnde Berufserfahrung. Von den frischgebackenen Bachelorabsolventen würden oft spezielle berufliche Kenntnisse verlangt, über die sie nicht verfügen, heißt es in der HIS-Studie. Besonders bei Absolventen der Fachhochschulen werde ein ausgeprägter Praxisbezug vorausgesetzt.

Nach der IW-Untersuchung haben sich Befürchtungen aber nicht bestätigt, wonach Bachelorabgänger generell unter Hochschulniveau eingesetzt würden. Aber sie müssen auch mit Bewerbern mit einer Berufsausbildung um Stellen konkurrieren, so die IW-Studie. "Aus dem akademischen Abschluss folgt nicht immer zwingend die Einstiegshöhe im Unternehmen", sagt Christina Konegen-Grenier.

Direkter Sprung in die Praxis

Zwei Drittel der Mitbewerber von Bachelorabgängern bringen ein Diplom mit, jeder Fünfte einen Berufsabschluss und jeder Siebte einen Meister, Techniker oder eine Fachschulausbildung. Gehen sie bei der Stellenvergabe leer aus, bleibt Bewerbern mit Bachelor unter Umständen nur, doch noch einen Master draufzusatteln.

Davon erhoffen sich 93 Prozent der von Staufenbiel Befragten bessere Karrierechancen. FH-Abgänger mit Bachelor wagen den direkten Sprung in die Praxis dabei eher als Universitätsabsolventen. Unter ihnen bilden die Wirtschaftswissenschaftler die einzige Gruppe aller Bachelorabsolventen, die deutlich häufiger einen Arbeitsvertrag unterschreibt, als ein weiterführendes Studium zu beginnen.

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(dpa/Katlen Trautmann/bön)