Bundesbildungsministerin Annette Schavan will im Herbst die Studienförderung erhöhen. Einige Studentengruppen sollen besonders profitieren.
Die Bundesregierung will die Ausbildungsförderung (Bafög) für Schüler und Studenten zum kommenden Herbst erhöhen. Die Bafög-Sätze sollen um zwei Prozent steigen, die Elternfreibeträge um drei Prozent, kündigte Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung an. Außerdem will sie ältere Studenten besser fördern. Bisher gibt es Bafög maximal bis zum 30. Lebensjahr.
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(© Foto: AP)
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Künftig soll das Höchstalter für den Beginn eines Master-Studiums auf 35Jahre angehoben werden. Damit sollen junge Studenten ermutigt werden, nach ihrem Bachelor zunächst Berufserfahrung zu sammeln und später weiterzustudieren. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will Schavan in den kommenden Monaten vorlegen. Dabei muss sie sich noch mit den Bundesländern verständigen, die 35 Prozent der Bafög-Kosten tragen. Studenten begrüßten die angekündigte Erhöhung, zeigten sich mit dem Umfang aber nicht zufrieden. Das Deutsche Studentenwerk forderte, die Freibeträge um fünf Prozent zu erhöhen.
Das Kabinett verabschiedete den neuen Bafög-Bericht, der die Entwicklung der vergangenen Jahre abbildet. 2008 wurden demnach 333000 Studenten gefördert. Die Summe hängt beim Bafög vom Einkommen der Eltern ab. Der Höchstsatz liegt derzeit bei monatlich 648 Euro. Im Durchschnitt erhielten Bafög-Empfänger 398 Euro im Monat. Schavan hatte eine Erhöhung bereits im vergangenen Jahr nach Studentenprotesten in Aussicht gestellt. Die Opposition wirft Schavan vor, das zusätzlich geplante nationale Stipendienprogramm werde zu Lasten des Bafög gehen. Schavan sagte dagegen, Studenten aus einkommensschwachen Familien könnten sich auch künftig auf Hilfe durch das Bafög verlassen. Das Bafög könnte künftig in einem regelmäßigen Abstand steigen, beispielsweise alle zwei Jahre. Bisher gibt es dafür keinen Automatismus.
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(SZ vom 14.01.2010/holz)
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Die Studiengebühren gehören dem Bafög aufgeschlagen. Nur so könnte man von einer "Erhöhung" sprechen. Reiche Eltern könnten die Studiengebühren dann gern für ihre Schützlinge zahlen, und den unteren Schichten würde nichts verbaut.
Jippieee...und den sich daraus rekrutierenden wissenschaftlichen nachwuchs laesst man verhungern. Deutsche Bildungspolitik, so hilflos wie ein Neugeborenes ohne Mutter.
Ah, 2% Erhöhung. Na das dürfte die Mehrbelastung durch Studiengebühren ja wieder ausgleichen, die 20% des Bafögs (Bei Höchstsatz) schon wieder vernichten, ohne daß man davon auch nur einen Tag gelebt hat!