822.000 Schüler und Studenten haben 2008 Bafög erhalten - das sind 16.000 mehr als noch im Vorjahr. Vor allem unter Studenten stieg die Zahl der Empfänger deutlich.
Die Zahl der Bafög-Empfänger unter Studenten ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Insgesamt bekamen etwa 822.000 Schüler und Studenten - und damit 16.000 mehr als im Vorjahr - staatliche Unterstützung. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Während die Zahl der geförderten Schüler mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu unverändert blieb, gab es bei den Studenten einen deutlichen Zuwachs von 3,2 Prozent. Es erhielten knapp 312.000 Schüler und 510.000 Studierende Bafög.
Die Zahl der BAföG-Empfänger unter Studenten ist im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent gestiegen. (© Foto: dpa)
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Grund für den Anstieg ist den Statistikern zufolge die Änderung des Bafög-Gesetzes zum August vergangenen Jahres, wodurch Freibeträge und auch die Fördersätze stiegen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erklärte, die Regierung wolle Ausbildungswilligen finanzielle Sorgen nehmen und ihren die Entscheidung für die bestmögliche Qualifizierung erleichtern. Die jetzt vorgelegten Zahlen sprächen für sich. Die Zahl der Bafög-Empfänger sei wieder im Aufwind und werde noch weiter wachsen.
Durchschnittlich erhielten geförderte Schüler monatlich 321 Euro und Studierende 398 Euro. Mehr als die Hälfte der Bafög-Empfänger erhielten den Höchstsatz, der für Studenten bei 648 Euro liegt. Die Ausgaben des Bundes und der Länder für die Bafög-Unterstützung stiegen im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent auf 2,33 Milliarden Euro.
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(AFP/af/bul)
Urteil am Bundesverfassungsgericht
Abgesehen davon, dass ich die Erhöhung des Bafög-Statzes für absolut richtig halte, sollte man sich trotzdem vergegewärtigen, dass das Bavög über viele Jahre hinweg trotz deutlicher Inflaltion nicht angehoben wurde und die jetztige Erhöhung dadurch schon längst überfällig war, gab mir folgender Artikel
( http://www.nachdenkseiten.de/?p=4064) sehr zu denken, der nachweist, dass der Staat durch direkte sowie indirekte Unterstützungsleistungen, studierende Kinder von reichen Eltern, nahezu genauso finanziell fördert,wie die vor finanziell schlechter gestellten Eltern.
Daß er großzügig immer mehr Studenfen fördert? Wir erinnern uns: Er hat großzügig eingeführt, daß Studenten heute Studiengebühren zahlen. Die Zahlen könnte man übrigens auch anders interpretieren: 16.000 Studenten mußten sich an den Staat wenden, weil sie sonst nicht wußten, wo das Geld fürs Überleben herkommen soll. 398 Euro ist also der Durchschnitt. Wenn über die Hälfte den Höchstsatz erhalten, muß der Rest also deutlich unter den 398 Euro an Bafög erhalten. Selbst wenn man von den Mieten in Studentenwohnheimen von 200 bis 250 Euro ausgeht, kann also mindestens die Hälfte der Student nur überleben, wenn sie permanent arbeiten (sofern sie dazu dank überhaupt Zeit haben) und wenn die Eltern beträchtliche Teile finanzieren. Übrigens würde ich gerne mal erfahren, weshalb bei gleichen Vermögensverhältnissen Studenten mit zunehmendem Studienfortschritt immer weniger Bafög erhalten. Insbesondere in der Zeit, die dann am stressigsten ist, gegen Ende des Studiums, insbsondere dann, wenn dann auch Kindergeld und andere Vorteile wegfallen, z.B. die Erlaubnis, in Studentenwohnheimen zu wohnen. Bafög ist eigentlich eine gute Sache. Aber der Sinn einer Förderung, die eigentlich nur eine Teilförderung ist, ferner nur die Hälfte der Zeit eine wirkliche Erleichterung für die Studenten darstellt, erschließt sich mir nur bedingt. Ich sehe da nach wie vor nicht wirklich einen Grund zum Jubeln.