Die Zukunft der nächsten Generationen hängt davon ab, welche Bildungschancen wir wem ermöglichen. Der Kirchentag greift dieses Thema mit einer Hauptpodienreihe "Bildung und Erziehung" auf: die Referenten.

Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur sueddeutsche.de, München

Hans-Jürgen Jakobs

Hans-Jürgen Jakobs (© Foto: sueddeutsche.de)

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Thema: Abstiegsängste versus Aufstiegshoffnung: Fragen aus dem Netz

Hans-Jürgen Jakobs , geboren 1956 in Wiesbaden, absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Mainz. Nach dem Diplom volontierte er bei der Mainzer Allgemeinen Zeitung und beim Wiesbadener Tagblatt, danach Ausflug in deutsche Lande mit Stationen in Düsseldorf (bis 1989 Handelsblatt-Gruppe), München (bis 1993 Abendzeitung), Hamburg (bis 2001 Spiegel) und wieder Süddeutsche Zeitung (als Leiter des Medienressorts bis Dezember 2006). Seit 2007 ist er Chefredakteur von sueddeutsche.de. Das Auf und Ab der Medienbranche blieb sein besonderes Zielobjekt, wovon Bücher zeugen, unter anderem "Augstein, Springer & Co." und "Das Gewissen ihrer Zeit".

Prof. Dr. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin, Berlin

Thema: Bildung und Gerechtigkeit - Talentförderung statt Elitenbildung

Gesine Schwan wurde 1943 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaften in Berlin und Freiburg/Breisgau und ihrer Habilitation 1975 über Gesellschaftskritik von Karl Marx wird Gesine Schwan 1977 Professorin für Politikwissenschaft, insbesondere für politische Theorie und Philosophie, an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind politische Philosophie und Demokratietheorien. Von Oktober 1999 bis Juli 2008 war Gesine Schwan Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Neben ihrer wissenschaftlichen Karriere ist Gesine Schwan politisch aktiv, z.B. seit 1996 als Mitglied der Grundwertekommission beim Parteivorstand der SPD und seit 2004 als Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen. Im März 2004 kandidierte sie für die SPD und Bündnis 90/Die Grünen für das Amt des Bundespräsidenten und unterlag knapp. 2009 bewirbt sich Gesine Schwan erneut als Kandidatin der SPD um das Amt des Bundespräsidenten.

Prof. Dr. Jürgen Oelkers, Erziehungswissenschaftler, Zürich/Schweiz

Thema: Soziale Selektion und Bildung - oder: Was vom Traum ist Realität?

Jürgen Oelkers ist Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Zürich. Zuvor war er Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Lüneburg (1979-87) und Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Bern (1987-1999). Seine Forschungsgebiete sind die Geschichte der Pädagogik (18. und 19. Jahrhundert), Reformpädagogik, Bildungstheorie, Lehrerbildung, analytische Erziehungsphilosophie. Zudem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift für Pädagogik und war Vorsitzender der Hamburger Kommission Lehrerbildung.

Dr. Wolfgang Gern, Sprecher Nationale Armutskonferenz, Frankfurt/Main

Thema: Lebensentwürfe: Alltag im deutschen Bildungssystem

Wolfgang Gern wurde 1951 in Berlin (West) geboren und wuchs in Berlin-Lichterfelde auf. Nach dem Abitur studierte er von 1971 bis 1977 Evangelische Theologie in Berlin und Heidelberg. 1973/74 arbeitete er für 13 Monate im Auftrag von Brot für die Welt als Flüchtlingshelfer in Laos und Kambodscha. Nach dem Examen studierte er 1978 als Stipendiat des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Bangalore/Südindien. 1979 wurde Gern wissenschaftlicher Assistent an der Universität Heidelberg und promovierte. 1985 trat er in Hirschhorn am Neckar das Lehrvikariat an. Zugleich arbeitete er als Hochschulassistent am Lehrstuhl für Religionsgeschichte und Missionswissenschaft in Heidelberg. Von 1990 bis 1996 war Gern Gemeindepfarrer in Reichelsheim/Odenwald und Dekanatsbeauftragter für Ökumene. Anschließend übernahm er die Leitung des Seminars für kirchlichen Dienst in der Industriegesellschaft im Mainzer Zentrum der Gossner Mission. Seit Mai 2000 ist Gern Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, das Träger von 19 regionalen diakonischen Werken ist und dem 257 Mitglieder angehören. Er ist Sprecher der Nationalen Armutskonferenz und gehört dem Integrationsbeirat der Hessischen Landesregierung sowie dem Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks an. Gern ist Mitglied des Diakonischen Rates des DW EKD sowie der Kirchensynode der EKHN. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

Dr. Regina Görner, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied IG Metall, Frankfurt/Main

Thema: Lebensentwürfe: Alltag im deutschen Bildungssystem

Regina Görner ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und seit 2000 Mitglied im CDU-Bundesvorstand. Ihr Studium und ihre akademische Karriere absolvierte sie an der Ruhr-Universität Bochum, wo sie 1984 mit einer Fallstudie zu Westfalen promovierte. Von 1985 bis 1988 war sie Persönliche Referentin der Bundesministerin und Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, 1989 wurde sie Bezirkssekretärin der ÖTV Hessen, von 1990-1999 war sie geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DGB. Im Saarland war Görner von 1999 bis 2004 Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales im ersten Kabinett von Peter Müller.

Cem Özdemir, Parteivorsitzender, Berlin

Thema: Lebensentwürfe: Alltag im deutschen Bildungssystem

Cem Özdemir, geb. 1965 in Bad Urach (Kreis Reutlingen), verheiratet, eine Tochter, ist Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordneter des Europäischen Parlaments (Die Grünen / Freie Europäische Allianz).

Als Erzieher ausgebildet, schloss er 1994 sein Studium der Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen in Reutlingen ab. 1981 trat er den Grünen bei. Zwischen 1989 und 1994 war er Mitglied im Landesvorstand der Grünen in Baden-Württemberg, wo er heute im Kreisverband Stuttgart beheimat ist.

1994 wurde Özdemir als erster Abgeordneter türkischer Herkunft in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er zwei Legislaturperioden lang bis 2002 angehörte. Zwischen 1998 und 2002 war er innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und wirkte in dieser Zeit an der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts mit, die 2000 in Kraft trat.

Im Jahr 2003 war er als `Transatlantic Fellow´ beim US-Think Tank `German Marshall Fund of the US´, Washington DC. In dieser Zeit befasste er sich mit den transatlantischen Beziehungen und mit der politischen Selbstorganisation ethnischer Minderheiten in den USA und Europa.

Daneben ist Cem Özdemir auch publizistisch tätig. In seinen Büchern 'Currywurst und Döner - Integration in Deutschland' und seiner Autobiographie 'Ich bin ein Inländer' spiegeln sich seine multikulturellen Erfahrungen in Deutschland wider. 2008 erschien sein Jugendbuch "Die Türkei. Politik. Religion, Kultur".

Klaus-Dieter Kottnik, Präsident Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland, Berlin

Thema: Woran sind wir bisher gescheitert? Podium

Nach dem Abitur studierte Kottnik von 1972 bis 1979 evangelische Theologie, er wurde im Jahre 1979 ordiniert. Von 1984 bis 1991 war Kottnik Gemeindepfarrer in Stuttgart-Riedenberg. In der Zeit von 1987 bis 1991 war er zusätzlich Pressepfarrer im Dekanat Stuttgart-Degerloch. Von 1991 bis Januar 2007 war Kottnik theologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, Kernen in Remstal. Zusätzlich war er von Juli 2005 bis Februar 2006 Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniewerks Schwäbisch Hall. Von Beginn an seiner Tätigkeit in Stetten setzte sich Kottnik für Interessen von geistig und körperlich Behinderten Menschen in verschiedenen Gremien ein. So war er von 2002 bis 2007 1. Vorsitzender des Bundesverbandes evang. Behindertenhilfe (BeB). Klaus-Dieter Kottnik wurde am 19. Oktober 2006 zum Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD gewählt und trat dieses Amt am 1. Februar 2007 an. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Olaf Scholz MdB, Bundesarbeitsminister, Berlin

Thema: Woran sind wir bisher gescheitert? Podium

Olaf Scholz, geboren 1958 in Osnabrück, ist seit November 2007 Bundesminister für Arbeit und Soziales. Er war von Oktober 2005 bis November 2007 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Von Mai bis Oktober 2001 war er Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg und von 2002 bis 2004 Generalsekretär der SPD.

Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Erziehungshistoriker, Berlin

Thema: Woran sind wir bisher gescheitert? Podium

Heinz-Elmar Tenorth, geboren 1944 in Essen, ist Professor für Historische Erziehungswissenschaft am Institut für Allgemeine Pädagogik der Humboldt-Universität zu Berlin. Er studierte Germanistik, Geschichte und Sozialkunde, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Bochum und Würzburg. 1975 promovierte er im Fach Pädagogik an der Universität Würzburg. Danach war er Professor für Wissenschaftstheorie und Methodologie der Erziehungswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main und seit 1991 ist er Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 2000 bis 2005 war er Vizepräsident für Lehre und Studium an der Humboldt-Universität.

Tenorth ist Mitglied des Gründungsvorstands des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen und Vorsitzender der Kommission am Hochschul-Informations-Systems.

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