Deutsche Arbeitnehmer haben zu viel Urlaub, findet der Bundesverband Junger Unternehmer. Seine Forderung: weniger freie Tage, dafür ein höheres Gehalt.

Der Bundesverband Junger Unternehmer hat vorgeschlagen, den Jahresurlaub in die Nähe der gesetzlich garantierten 24 Tage herunterzufahren und dafür das Arbeitsentgelt zu erhöhen.

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"Deutschland feiert zu viel", sagte der Vorsitzende der Organisation, Dirk Martin, der in Ludwigshafen erscheinenden "Rheinpfalz am Sonntag". Die Zahl der Urlaubstage habe sich auf Druck der Gewerkschaften in den vergangenen Jahren immer mehr erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beeinträchtigt, so Martin.

Obwohl jedem Beschäftigten gesetzlich nur 24 Urlaubstage zuständen, liege der durchschnittliche Urlaub mittlerweile bei rund 30 Tagen. Dadurch sei die jährliche Arbeitszeit pro Beschäftigten in den vergangenen 20 Jahren um rund 15 Prozent gesunken.

Deutschland habe weltweit nicht nur die meisten Urlaubs- und Feiertage, sondern dazu auch noch mit die geringste Wochenarbeitszeit. Das sei angesichts des zunehmenden Konkurrenzdrucks auf dem Weltmarkt eine gefährliche Mischung, sagte der Verbandsvertreter.

Martin forderte eine Annäherung an die gesetzlich garantieren 24 Urlaubstage. Hinzu könnten gesetzliche Sonderurlaubsansprüche kommen. Als Ausgleich für weniger Urlaubstage schlug Martin vor, mehr Lohn zu zahlen. Die Unternehmen könnten so ihre Produktivität erhöhen und würden weltweit konkurrenzfähiger.

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(AP/sueddeutsche.de)