Rieble: Aber wir haben hier ein Verteilungsproblem: Wer von den Mitarbeitern soll denn den Müll bekommen - derjenige, der am schnellsten ist? Zudem hat die Firma den Auftrag, den Müll zu vernichten, und das sollte sie auch tun. Deshalb darf die Abfälle niemand mitnehmen.
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sueddeutsche.de: Über den Fall der Pfandmarken und die Kassiererin Barbara E., genannt Emmely, haben Sie in der Neuen Juristischen Wochenschrift einen ausführlichen Artikel verfasst. Sie nannten die Frau darin eine "notorische Lügnerin", die auf ein "Sonderkündigungsrecht für Straftäter hinauswolle". Alle, die gegen ihre Kündigung protestieren, seien "empörungswillige Sozialromantiker".
Rieble: Die Gewerkschaften im Einzelhandel nutzen den Fall Barbara E. für eine Kampagne: Ihnen geht es darum, den letzten Hort der Pflichterfüllung im Arbeitsrecht zu schleifen. Die Öffentlichkeit schreit reflexartig auf, aber niemand hat sich wirklich mit dem Urteil beschäftigt. Dabei ist es doch ganz einfach: Stellen Sie sich vor, Ihre Putzfrau stiehlt bei Ihnen zu Hause fünf Euro. Die wollen Sie doch auch nicht weiterbeschäftigen - nicht, weil Ihnen die fünf Euro so weh tun, sondern weil Sie das Vertrauen in ihre Zuverlässigkeit verloren haben und sich vor künftigen Diebstählen schützen wollen. Genauso ergeht es Tengelmann. Hinzu kommt, dass Frau E. vor Gericht Falschaussagen gemacht und Kollegen belastet hat. Sie ist meiner Ansicht nach nicht Opfer, sondern Täter.
sueddeutsche.de: Die Medien haben oft auf eine große Diskrepanz hingewiesen: Hier Barbara E., die wegen 1,30 Euro ihren Job verliert - dort Klaus Zumwinkel, der Steuern hinterzogen hat, eine Bewährungsstrafe bekommt und noch Boni und Pensionszahlungen in Millionenhöhe einstreicht. Der Vorwurf lautet "Klassenjustiz".
Rieble: Das ist doch Quatsch. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Strafrechtliche und arbeitsrechtliche Ahndungen sind grundverschieden. Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass es in Ordnung wäre, nach 30 Jahren Tätigkeit mal etwas mitgehen zu lassen. So etwas wirkt sich fatal auf die Disziplin in Betrieben aus, das bedeutet: Feuer frei für Diebe! Dann sind wir auch irgendwann so weit, dass die Leute glauben, sie müssten gar nicht mehr richtig arbeiten.
sueddeutsche.de: Warum müssen sich Gerichte in jüngster Zeit so häufig mit Kündigungen nach Bagatelldelikten beschäftigen?
Rieble: In wirtschaftlich schweren Zeiten reagieren die Unternehmer schärfer auf Personaldiebstähle, weil die Verluste sie mehr schmerzen. Wir müssen bedenken, dass hinter jeder entdeckten Unterschlagung 100 nicht entdeckte stehen.
sueddeutsche.de: Das klingt nach einer Vorverurteilung der Mitarbeiter.
Rieble: Kriminologisch ist es doch ganz klar, dass es eine Dunkelziffer gibt. Das hat nichts mit Vorverurteilung zu tun.
sueddeutsche.de: Welche Reaktionen bekommen Sie auf Ihren Standpunkt?
Rieble: Nach meinem Artikel über den Fall Barbara E. bekam ich einige fäkal-fatale Hassmails, aber damit kann ich leben. Ich bin mir sicher, dass die schweigende Mehrheit meiner Meinung ist und findet, man muss nicht klauend durchs Leben gehen. Stellen Sie sich vor, die Frau hätte ihren Job zurückbekommen: Alle, die nicht klauen, kämen sich doch verhöhnt vor.
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(sueddeutsche.de/bgr)
Voreiliges Buch "Der Pott ist dahoam"
Man soll kein Brot wegwerfen.
denn es versteht sich von selbst, dass Richterin Daniela Reber eine unabhaengige, unparteiische und allein dem Gesetz verpflichtete Richterin ist
Aber wer wie sie Seminare "Wie kündigt man Unkündbare" organisiert bzw. hält, darf sich nicht wundern, wenn man bei dessen Urteilen ein gewisses Geschmäckle empfindet.
Ein paar Anm. (gibt zum Glück auch sonst noch ´was zu tun):
Sie verharren in Ihrem Lagerdenken. Ich nenne Ihnen das Beispiel eines Vorsitzenden Richters eins LAG (dessen Namen ich zu seinem Schutz besser nicht nenne): Er gibt in der einen Woche ein Seminar vor Personalverantwortlichen (also die "Bösen") über neueste Kündigungsrechtsprechung. In der Folgewoche schult er Betriebsräte (die "Guten").
Ist er nach Ihrer Denkweise dann so eine Art "Doppelagent"? Gehört er vorsichtshalber aus dem Verkehr bzw. von der Richterbank gezogen, Pension gestrichen? Da weiss man ja gar nicht mehr, welche Seite er jetzt in seinen Urteilen ganz grundsätzlich abwatschen wird!
Nur so zum nachdenken. Vielleicht, vielleicht gibt es ja doch ein paar, die über dem typischen Lagerdenken stehen.
Fakten fehlen weiter. Die Vors. Richterin Reber hält manchmal Seminare für/vor Arbeitgebern. Na und? Wo bitte ist das Indiz, dass sie das in ihrer Judiz beinflusst (siehe Beispiel oben)? Alleine weil sie von einem Seminar-Veranstalter, von dem sie völlig unabhängig ist, für ihre Zeit ein Honorar bekommt? Das soll es sein? Nun, wen auch immer das überzeugt. Wären Sie so leicht "käuflich" bzw. würden Sie deshalb eigene Überzeugungen über Bord werfen? Meine Erfahrung dazu: den Seminarveranstaltern ist fachliche Kompetenz, Aktualität eines Vortrags, Didaktik, ein gutes Handout etc. wichtig. That´s it.
Sie haben auch einfach mal so behauptet, eine Zeugin könne ja eine Beförderung bekommen haben für ihre Aussage gegen Frau Emme? Wo ist ihr Beweis oder wenigstens ein Indiz?! Das sind (wären) Fakten. Alles bisherige sind Mutmaßungen ohne Tatsachengrundlage.
Bitte sehen Sie mir nach, dass ich im Übrigen nicht mehr auf alles eingehe. Wir drehen uns sowieso im Kreis. Sie sind überzeugt von der Opferrolle von Frau Emme (und auch sonst allen Arbeitnehmern), ich meine, dass unsere Arbeitsgerichte besser sind, als ihr Ruf. Anbei, in aller Regel (München weit über 90 Prozent) wird ein Rechtsstreit verglichen, im Übrigen zieht fast immer der Arbeitgeber den Kürzeren, entweder zu Recht, oder weil er die hohen gesetzlichen Hürden (zB zumeist voll Darlegungs- und Beweislast beim AG) nicht schafft.
Pirratentussi, ich freu mich für Sie, dass Sie in Ihrem jetzigen Job glücklich sind, Hoffentlich ist in den Flaschen auch immer Mineral drinnen. Sie verstehen, Viele Gäste im Cafe haben diese Gewähr nicht bei Gauner Kellnern, die kriegen oft Leitungswasser serviert,
Mich würde interessieren, von wem sich der "liebe" und abgehobene Professor die Doktorarbeit hat schreiben lassen,
Paging