Wer als Mitarbeiter Raucherpausen einlegt und sich nicht ausstempelt, darf fristlos gekündigt werden. Das hat das Arbeitsgericht in Duisburg entschieden.
Wer als Arbeitnehmer in der Raucherpause hartnäckig das Ausstempeln "vergisst", riskiert seine fristlose Kündigung. Das geht aus einer Entscheidung des Arbeitsgerichtes in Duisburg hervor. (Az.: 3 Ca 1336/09).
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Zigarettenpause: Der kurzzeitige Entzug der Arbeitsleistung ist eine gravierende Vertragsverletzung. (© Foto: ddp)
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Das Gericht wies die Kündigungsschutzklage einer Arbeitnehmerin ab, die trotz mehrfacher Abmahnung wiederholt Pausen im Raucherraum verbracht hat, ohne die vorgeschriebene Zeiterfassung zu bedienen.
Gravierende Vertragsverletzung
Die langjährig Beschäftigte war im Laufe des Kalenderjahres 2008 mehrfach abgemahnt worden, weil sie Raucherpausen genommen hatte, ohne vorher auszustempeln. Im Betrieb der Arbeitgeberin sei in zulässiger Weise verbindlich die Regelung getroffen worden, dass bei einer sogenannten "Raucherpause" vorher auszustempeln ist.
Als die Frau an drei Tagen in Folge erneut Raucherpausen genommen hatte, ohne diese zu erfassen, und auch keine Korrekturbelege einreichte, war ihr schließlich fristlos gekündigt worden.
Angesichts des wiederholten Verstoßes sei im konkreten Fall die Kündigung gerechtfertigt gewesen, befand das Gericht. Auch der kurzzeitige Entzug der Arbeitsleistung sei eine gravierende Vertragsverletzung.
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(dpa/bön)
Nationalteam vor der EM
"Mich würde interessieren wie viele von euch die hier Kommentare veröffentlicht haben, egal ob er Raucher oder Nichtraucher ist, diesen gerade am Arbeitsplatz geschrieben hat...
Das tut doch nichts zur Sache, weil am Arbeitsplatz darf ja in den meisten Fällen Gott sei dank nicht mehr geraucht werden...
Irgendwie habe ich Schwierigkeiten die Argumentation der Raucher nachzuvollziehen...
Es geht darum um es nochmal zu schreiben das Raucher in der regel halt einfach öfter pause machen um eine zu rauchen...udn das ist einfach unfair gegenüber den nichtrauchern...
und die nichtraucher trinken eine halbe stunde kaffee
machen das die raucher nicht auch?
Sie rauchen stimmts?
Wenn das in dem Betrieb so vereinbart wurde, warum auch immer, ist das natürlich rechtens. Andererseits gibt es nur noch die Nachwehen des 68er Kalks. Wir leben in einer Gängel - u. Lobbyismus Gesellschaft, die eben mal 68 mal kurz entkrustet wurde und jetzt durch die gleichen viel härter wieder eingeführt wurde.
Das im Bericht beschriebene Urteil erscheint mir auf jeden Fall richtig. Die Vereinbarung zum Ausstempeln für Raucherpausen wurde im Betrieb getroffen und offenbar auch komuniziert. Also ist das Verhalten der (Ex-)Angestellten ein klarer Regelverstoß, der nunmal eine Kündigung nach sich zieht.
Andererseits liest man auch immer häufiger in Stellenazeigen, daß ausschließlich Nichtraucher gesucht werden. Das ist meines Erachtens schlicht und einfach eine klare Diskriminierung. Natürlich kann der Arbeitgeber unnötige Unterbrechungen der Arbeitszeit (z.B. Raucherpausen) verbieten und sanktionieren - der alte Spruch "Wer zahlt, schafft an." Allerdings geht es meinen Arbeitgeber nichts an, was ich in meiner persönlichen Freizeit (also hier vor oder nach der gesamten täglichen Arbeitszeit) mache. Natürlich könnte man der Einfachheit halber im Bewerbungsgespräch lügen, aber das würde ich für falsch halten (und es würde auch eine fristloste Kündigung begründen, wenn es heraus kommt).
Ganz abgesehen davon halte ich die gesamte, oft allzu dogmatische, Diskussion über das Rauchen für unglaublich unnötig, insbesondere wenn etwas . Man möchte meinen, daß die Welt in Zeiten von Klimawandel, Wirtschaftskrise und alldem eigentlich andere Probleme hätte...
Das ging jahrelang gut, bis aufkam, dass vor allem einer der Mitarbeiter dies genutzt hat, um morgens später zu kommen, aber früher aufzuschreiben und abends früher zu gehen und später aufzuschreiben. Er hatte einfach festgestellt, dass es im Nachhinein schwierig zu überprüfen ist.
Folge: Die anderen Mitarbeiter wurden sauer, fühlten sich ungerecht behandelt und verlangten eine exakte Aufzeichnung der Arbeitszeit. Also wurde das eingeführt und der "faule" Mitarbeiter verließ bald darauf die Firma, weil "das Klima nicht mehr stimmte."
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