Bei schweren Pflichtverstößen können Mitarbeiter auch ohne Abmahnung gekündigt werden. Wer etwa Kollegen mit Schlägen droht, hat vor dem Arbeitsgericht keine Chance.
Bedroht ein Arbeitnehmer einen Kollegen, ist das als Pflichtverstoß zu werten. Eine ordentliche Kündigung auch ohne vorherige Abmahnung ist dann gerechtfertigt. So entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz (Az.: 2 Ca 912/06), wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin mitteilt. In dem Fall hatte ein Mitarbeiter einem Betriebsratsmitglied mit körperlicher Gewalt gedroht.
Kündigung: Wer mit körperlicher Gewalt droht, ist schnell entlassen. (© Foto: ap)
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Der Mann hatte im Pausenraum seines Betriebs Material einer Partei ausgelegt. Als es verschwunden war, sprach er ein Betriebsratsmitglied darauf an. Dieser erwiderte, er habe es in den Müll geworfen. Als der Mitarbeiter bald darauf eine schriftliche Verwarnung erhielt, glaubte er, der Kollege haben einen der Flyer an die Personalabteilung weitergegeben.
"Dreckiger Lügner"
Anschließend titulierte er das Betriebsratsmitglied vor Zeugen als "dreckigen Lügner" und drohte ihm. Der Arbeitgeber kündigte ihm zunächst fristlos und anschließend auch noch "ordentlich".
Das Landesarbeitsgericht war der Ansicht, dass der eine sofortige Kündigung rechtfertigende Grund mit der Androhung körperlicher Gewalt vorgelegen habe. Aber auch die 25-jährige Betriebszugehörigkeit und das relativ hohe Alter des Klägers müssten berücksichtigt werden.
Daher sei es dem Arbeitgeber zuzumuten, den Arbeitnehmer für die Dauer der ordentlichen Kündigungsfrist weiterzubeschäftigen. Eine ordentliche Kündigung dagegen sei durch das Verhalten des Klägers sogar ohne vorherige Abmahnung gerechtfertigt.
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(dpa/bön)
Nationalteam vor der EM
Weniger und besser durchdacht und geschrieben wäre meist mehr.
Wenn die tatsächlich für den vollen Preis verkauften SZ Exemplare öffentlich werden, dann rollen auch Köpfe.
In dem Artikel wird eine "Sünde" genannt und zwar das Androhen von Prügel. Soweit so gut. Aber wo sind die anderen Beispiele? In der Überschrift ist die Rede von mehreren Sünden?
Tja SZ, deutsche Sprache, schwierige Sprache oder nur die allgegenwärtige Übertreibung?
Natürlich nur mit dem putativen oder tatsächlichen Einverständnis!
Zunähen sollte man aber auch wieder ordentlich- sonst gibt auch in diesem Fall Probleme.
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