Welche Berufe bieten gute Perspektiven, wo kann man viel verdienen? Warum die Prognosen der Experten oft so unzuverlässig sind.
Welcher Beruf soll's denn sein? Die Auswahl ist riesig, die Entscheidung fällt schwer. Denn die Frage ist ja nicht nur, welcher Job einmal Spaß machen könnte, sondern auch, welcher Arbeitsplatz in Zukunft sicher sein wird. Genau das wollen Forscher herausfinden, wenn sie Prognosen erstellen. Klar, ein teures Auto und ein schickes Haus können sie niemandem versprechen. Aber sie versuchen, Hinweise darauf zu geben, welche Bildungsgänge einen soliden Job versprechen - und welche eher nicht.
Arbeitsmarkt: Technische Berufe sind gefragt (© Foto: dpa)
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Michael Weegen von der Uni Duisburg-Essen ist einer von ihnen. Seit Jahren verrät seine "Jobampel", welches Studium sich lohnt. Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) macht das Gleiche, allerdings für den Ausbildungsbereich. Bloß: All das ist mit Vorsicht zu genießen.
Goldene Zukunft für Ingenieure
"Nur kurzfristig, also auf ein Jahr gesehen, sind hier Aussagen sinnvoll", sagt Holger Seibert vom IAB. Ein Frühwarnsystem für fünf bis sechs Jahre sei seine Studienfächer-Untersuchung, sagt auch Weegen: "Wir sind ja keine Hellseher." Doch wie kommt der Bildungsforscher zu seinen Ergebnissen? Und vor allem: Was sollen Schüler daraus machen?
Weegen sagt, dass Ingenieure, Mediziner und Physiker vor einer goldenen Zukunft stünden, Juristen und Architekten dagegen nicht gerade rosige Aussichten hätten. Zu diesem Ergebnis kommt er aber nicht beim Blick in die Kristallkugel, sondern durch messbare Faktoren. Erstens berücksichtigt er das künftige Angebot an Arbeitskräften (also Studenten, die bald ihren Abschluss machen), zweitens die schon vorhandene Arbeitslosigkeit in bestimmten Berufsgruppen und, drittens, wie viele Erwerbstätige demnächst in Rente gehen - denn die machen dann einen Platz frei.
Gesunder Menschenverstand
Entscheidend ist das Zusammenspiel der Indikatoren, deren Bewertung und das Wissen um den Markt. Beispiel: "3000 Architekten scheiden pro Jahr aus, 5000 Absolventen wollen sie ersetzen - das macht theoretisch 2000 Stellen zu viel pro Jahr", sagt Weegen. Und schon jetzt gibt es circa 3200 arbeitslose Architekten. Um all das herauszufinden, nutzt er die Daten des Statistischen Bundesamtes. Dort wird jährlich der Mikrozensus ermittelt, eine repräsentative Umfrage unter vielen Haushalten in Deutschland. Damit lässt sich zum Beispiel errechnen, wie viele Architekten es gibt, wie viele von ihnen bereits arbeiten, und wie viele so alt sind, dass sie bis zum Jahr 2014 aus dem Berufsleben ausscheiden werden. Das alles bewertet er anschließend. Und dank dieses Wissens springt die Ampel auf grün auf rot.
Auf ähnliche Weise entstehen Aussagen über den Ausbildungsmarkt. Dabei hilft immer auch der gesunde Menschenverstand. Das IAB etwa empfiehlt, Bürokaufmann zu werden, weil die Absolventen in diesem Beruf flexibel sind und in vielen Branchen arbeiten können. Auch technische Berufe sind gefragt.
"Wir haben einen globalen Markt, das lässt sich nicht mehr umkehren", sagt Christopher Rauen, Psychologe und Karrierecoach aus Goldenstedt bei Bremen.
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(SZ Schule und Beruf vom 24.9.2008/bön)
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Dieser Artikel erscheint mir, als sein das Sammelsurium aus eine Bla-bla-Tüte.
... wirklich Ahnung davon haben was in den Berufen gemacht wird sondern rein nach Statistik vorgegangen wird.