70.000 Euro hat Trina Thompson in ihre Ausbildung investiert - und findet trotzdem keinen Job. Deshalb fordert sie nun von ihrem College die Studiengebühren zurück.

Weil ihr Diplom auf dem Arbeitsmarkt offenbar nicht weiterhilft, hat eine Arbeitslose in den USA ihre Universität auf 70.000 Dollar (knapp 50.000 Euro) Schadensersatz verklagt.

Monroe-College in New York Klage Studiengebührgen arbeitslos

Das Monroe-College in New York: Die Ex-Studentin Trina Thompson will von der Universität ihre Ausbildungskosten zurückhaben. (© Foto: Monroe-College)

Anzeige

Eine entsprechende Klage habe sie beim Obersten Gericht des Bundesstaates New York eingereicht, sagte Trina Thompson dem Fernsehsender NY1. Sie wolle von der Universität ihre Ausbildungskosten zurückhaben.

Die 27-Jährige hatte nach eigenen Angaben im April ein Informatik-Diplom am Monroe-College in New York erworben. Seitdem sei sie erfolglos auf Arbeitssuche. Dabei hätten die Verantwortlichen der Universität bei Studienbeginn versprochen, ihr beim Finden eines Jobs zu helfen. "Aber das haben sie nicht gemacht." Deshalb verklage sie die Uni auf 70.000 Dollar.

Individuelle Betreuung versprochen

Die Universität wirbt offenbar damit, ihren Studenten spezielle Beratung und Hilfe beim Berufseinstieg zu bieten: Auf der Homepage des Colleges heißt es, alle Hochschüler würden bei ihrer Karriereplanung individuell betreut und bekämen einen Mentor zur Seite gestellt, der ihnen helfe, ihre Bewerbungsunterlagen zu optimieren.

Doch mit den Tipps der Universität war Thompson so unzufrieden, dass sie jetzt klagt, um sich ihre Studiengebühren zurückzuholen. Dem Lokalsender NY1 sagte sie: "Ich brauche eine Vollzeitjob und damit wollten sie mir helfen. Doch ich bekam nur drei E-Mails mit dem Hinweis: 'Bewirb' dich mal dort.'"

Ein College-Sprecher wies die Klage als "völlig unbegründet" zurück.

Leser empfehlen 

(afp/bön)