Nur zwölf Prozent der Deutschen beurteilen laut einer DGB-Umfrage ihren Arbeitsplatz umfassend positiv. Der Arbeitsmarkt driftet immer weiter auseinander.
Jeder dritte Beschäftigte ist mit seinen Arbeitsbedingungen in Deutschland extrem unzufrieden. Das geht aus dem aktuellen DGB-Index "Gute Arbeit" hervor. Lediglich zwölf Prozent beschrieben ihren Arbeitsplatz als umfassend positiv. Etwa die Hälfte der Befragten (54 Prozent) bewerteten ihre Arbeitsbedingungen als durchschnittlich.
Ingenieure: Die Berufsgruppe beurteilt ihre Arbeitsbedingungen in der Umfrage am besten. (© Foto: dpa)
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Am besten beurteilten der repräsentativen infratest-Umfrage zufolge Ingenieure ihre Arbeitsbedingungen, gefolgt von Beschäftigten der Chemieindustrie und aus den Verwaltungen.
Leih- und Hilfsarbeiter Schlusslicht
Besonders schlecht sind die Bedingungen für Leih- und Hilfsarbeiter. DGB-Chef Michael Sommer fühlte sich durch die Umfrage in der Forderung der Gewerkschaften nach einem gesetzlichen Mindestlohn bestärkt. Der DGB-Index sei "ein weiterer Beleg für miese Bedingungen im Niedriglohnsektor". Die Entlohnung der Beschäftigten und ihre Arbeitsbedingungen müssten verbessert werden, forderte Sommer.
Kampf gegen Rente mit 67
Als besonders dramatisch hob Sommer hervor, dass 73 Prozent der Beschäftigten mit guten Arbeitsbedingungen mit dem Erhalt ihrer Arbeitskraft bis ins Rentenalter rechneten. Dagegen erwarteten dies nur 27 Prozent der Menschen, die unter schlechten Bedingungen arbeiten. Sommer betonte, die Gewerkschaften würden ihren Kampf gegen die Rente mit 67 auch deshalb verstärkt fortsetzen. IG Metall-Chef Jürgen Peters sagte, die demographische Debatte werde demagogisch ausgenutzt. Schon heute arbeite kein 60-Jähriger mehr am Fliesband.
Der ver.Di-Vorsitzende Frank Bsirske verwies darauf, dass eine geringere Qualifikation mit einem geringeren Einkommen, schlechteren Arbeitsbedingungen und einem erhöhten gesundheitlichen Risiko verbunden sei. Vor allem Leiharbeit werde immer mehr zu einem Instrument der Lohndrückerei.
Mit der regelmäßigen Berichterstattung aus Sicht der Beschäftigten wollten die Gewerkschaften zu einer Verbesserung der Arbeitswirklichkeit beitragen.
Hochgerechnet auf alle Beschäftigten erreichte der Index in diesem Jahr einen Wert von 58 Punkten. Damit liegt die Arbeitsqualität in Deutschland im unteren Mittelfeld; rund 20 Punkte hinter den Anforderungen an "gute Arbeit", aber nur acht Punkte oberhalb der Grenze für "schlechte Arbeit". "Der Indexwert zeige große Defizite und ein erhebliches Verbesserungspotenzial", betonte Sommer.
Beschäftigte beklagen zu geringe Entlohnung
Insgesamt wurden rund 6.100 Beschäftigte basierend auf einer Zufallsauswahl befragt. Die verantwortlichen Wissenschaftler betonten, dass die Befragung "allerhöchsten Standards" genüge und repräsentativ sei.
Insgesamt wird deutlich, dass der Arbeitsmarkt immer weiter auseinanderdriftet. Arbeitnehmer fühlen sich oft nicht ihrer Tätigkeit entsprechend entlohnt. Viele Beschäftigte beklagen auch mangelnde Wertschätzung der Arbeit, fehlende Kollegialität und Qualifizierungsmöglichkeiten. Weiter heißt es, dass 50 Prozent der Arbeitgeber keine oder nur in geringem Maße Rücksicht nähmen auf eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
(AP)
DFB-Torhüter ter Stegen
Wenn ich es in diversen Medien recht (sic!) verstanden habe, leben wir doch im Arbeitsfaulenzer-Wohlstandsparadies, per Hartz-Antrag (ggf. Aufstocker) sei doch jedeR in der Lage, den eigenen Lebensstandard auf ein unverschämtes Niveau anzuheben, welches sich kaum noch finanzieren läßt angesichts der Notwendigkeit der nächsten Unternehmenssteuersenkung. Wozu da Zukunftsangst, es ist doch für alle & alles gesorgt! So, und jetzt erwarte ich gefälligst mal Zuspruch von marktradikaler Seite! Nieder mit dem Linkspopulismus von infratest! übrigens, noch ein Vertreter, dieser Richtung, Ernst Ulrich v. Weizsäcker, der bestimmt bald in die "PDS/ML" (H. Heil) eintreten wird. Nicht wundern, lesen, mit 3xW davor:
ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar%20Ernst%20Ulrich%20Weizs%E4cker%20Ein%20Dollar%2
0Stimme/252239.html
PS: Kann es sein, daß Neoliberalismus und Kommunismus etwas gemeinsam Ideologisches haben, indem sie ihre Heilsversprechen per Definition auf St. Nimmerlein verschieben? Nur mal so.
Laut "Sonntagsblick", die auflagenstärkste Zeitung der Schweiz, hat die deutsche Regierung schon unter Schröder das Lohndumping gewollt. Schröder ist Berater des Eigentümers dieser Zeitung, Herr Ringier. Also wird Herr Ringier genau wissen, worüber seine Redakteure schreiben. Die haben dank ihrem Berater Schröder besten Einblick in die Regierungspolitik. Hier der Link:
http://www.blick.ch/sonntagsblick/wirtschaft/artikel56773
Mit anderen Worten haben Schröder mit seinen Lakeien und die jetzige Regierung gegen die Arbeitnehmer regiert. Das nenne ich Hochverrat.
... gibt es hierzulande auch noch das Grundgesetz. Insofern wäre die Kaufmannsregel vin Jacob54 ergänzungsbedürftig. Leider lesen die Wirtschaftsideologen immer nur die Worte Freiheit und Markt im Grundgesetz. Dass da auch was von "sozial", ja sogar unverschämterweise "Eigentum verpflichtet!", und dass Wirtschaft nur einen Teilbereich des dort geregelten gesellschaftlichen Lebens ausmacht (und NICHT den maßgeblichen), dass wird überall gern verschwiegen. Falls es doch jemand erwähnt, ist schnell die Rede von Träumerei, Realität oder so sei die Welt nun mal.
Das ist die Crux der ganzen Reformen: Die Ausgewogenheit bleibt auf der Strecke. Maßlosigkeit wird - entgegen unserer Grundordnung, aber perfiderweise in penetranter Berufung auf sie - zur Norm erhoben.
"Im Einkauf liegt der Gewinn" (alte Kaufmannsregel). Also werden auch mit allen Mitteln und mit voller Unterstützung die Einkaufspreise für Arbeitnehmer gedrückt.
dass viele Ingenieure ins Land geholt werden, damit sich die Arbeits- und Einkunftsbedingungen auch dieser Spezialisten wieder rasch verschlechtern. Gerade hat nach dem 6. und auch der 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts NRW in Münster die verfassungswidrige Unteralimentation der Beamten seit 2003 festgestellt und die Berufung beim Bundesgerichtshof abgelehnt. Nach dem Motto: "Die Gerechtigkeit hat gesiegt, oh, da legen wir sofort Beschwerde ein!", wird die Landesregierung schnell gegen das Urteil Beschwerde einlegen. Hauptsache, nichts bezahlen!
Und jetzt die Nummer mit den Ingenieuren: es sind eure Kinder oder es seid ihr, die hier wieder systematisch betrogen werden bzw. werdet. Mir fallen keine anderen Worte mehr dazu ein!
Bestimmt schleichen die Hundts, Brauns, Wannslebens, Kannegießers, Henckels, Stiehls schon wieder um die Parlamentarierlobby in völliger Larmoyanz über die hohen Steuersätze (unter 30%), die hohen Sozialkosten (von denen sie nicht mal mehr die Hälfte tragen) und fordern weiter zum Schlechtreder der Bildungsabschlüsse unserer Kinder auf, damit sie noch weniger bezahlen. Bei den Preissteigerungen sind die 30% Forderung der Lokomotivführer doch nun mal wirklich als moderat zu bezeichnen!