Vom Liegestuhl zurück ins Büro: Für viele Deutsche ist das offenbar keine Horror- vorstellung. Die Mehrheit freut sich nach dem Urlaub wieder auf den Job.
Die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland freut sich laut einer repräsentativen Umfrage nach dem Urlaub darauf, beruflich wieder durchstarten zu können. 56 Prozent gehen nach den Ferien guter oder sehr guter Dinge in ihren ersten Arbeitstag, wie die am Dienstag vom IFAK Institut in Taunusstein vorgelegte Umfrage ergab.
Arbeiten am Strand: Wenn die Sehnsucht nach dem Job zu groß wird, ist das der letzte Ausweg. (© Foto: iStock)
Anzeige
Dabei ist die Vorfreude bei den Frauen (63 Prozent) größer als bei den erwerbstätigen Männern (50 Prozent), und bei Angestellten (57) etwas stärker ausgeprägt als bei Beamten (51 Prozent). Zudem kehren mehr Teilzeitbeschäftigte (63) freudig an ihren Arbeitsplatz zurück als Vollzeitbeschäftigte (54 Prozent).
Auch das Alter spielt der Umfrage zufolge eine Rolle. So stimmen bei den Arbeitnehmern im Alter über 50 Jahren 63 Prozent voll und ganz der Aussage zu: "Nach dem Urlaub freue ich mich immer wieder auf meine Arbeit". Bei den 18- bis 29-Jährigen sagen dies dagegen nur 45 Prozent.
Insgesamt herrscht eine sehr positive Einstellung zur Arbeit vor: Fast drei Viertel der 2000 Befragten (73 Prozent) geben an, ihre Arbeit zu "lieben". Dies wird auch dadurch begünstigt, dass mit 72 Prozent beinahe ebenso viele Erwerbstätige im Kollegenkreis sehr gute Freunde gefunden haben.
- Pro und Contra Schulschwänzer Trotz Schule in den Urlaub? 31.07.2008
- Arbeitsrecht Urlaub zum Mitfiebern 12.08.2008
- Schulferien Der deutsche Sommer soll länger werden 23.06.2008
- Bildergalerie Urlaub im Büro 06.08.2007
(AFP/bön)
Sparpaket
Ich glaube, daß man die unterschiedlichen Umfrageergebnisse halbwegs zusammenbringen kann:
a) Die meisten Menschen brauchen eine erfüllende AUFGABE im Leben. Ewiger Urlaub genügt ihnen nicht.
b) Die meisten Menschen mögen ihren ARBEITGEBER / CHEF und die Arbeitsbedingungen nicht.
c) Wer einen erfüllenden Beruf ausübt, der mag ihn. Wer einen ungeliebten Beruf ausüben MUSS, z.B. weil der Wunschberuf unerreichbar ist, der mag seinen Beruf in den seltensten Fällen.
Es ist ja allgemein bekannt, das Ergebnis einer Studie oder Umfrage ist meist parallel zur Meinung des Auftraggebers.
Dieses Institut ifak ist die Speerspitze der repräsentativen Umfrager. Noch am 10. Juni 2008 hat es selber konstatiert (selbstverständlich nach repräsentativer Umfrage):
"Nur noch 12 Prozent der Beschäftigten fühlen sich ihrem Arbeitgeber gegenüber verpflichtet und sind mit Motivation und Engagement bei der Arbeit; [...]Die Mehrheit der Beschäftigten (64 Prozent) spult am Arbeitsplatz das Pflichtprogramm ab[...]. Der Anteil derer, die ihren Arbeitsvertrag innerlich schon gekündigt haben, liegt aktuell bei 24 Prozent[...]. Jeder siebte Beschäftigte würde seinem Chef bzw. seiner Chefin kündigen."
Da paßt doch so einiges nicht.
Wo kämen wir denn hin, wenn es differenzierte Berichterstattung gäbe??!
Ich fordere die SZ hiermit auf, divergierende Meldungen nicht mehr zu drucken, überhaupt die Agenturmeldungen zu boykottieren!!!
Wer ungern wieder arbeitet soll doch kündigen. Findet sich sicher Ersatz. Und Freundeskreise müssen sich auch nicht repräsentativ zusammensetzen. Wäre auch merkwürdig, da ja ein einigendes Element vorliegt, das nicht gezwungenermaßen andere Menschen ebenso betrifft. Soll heißen: irgendwo gibt es einen Freundeskreis, der Ihren Freundeskreis ausgleicht.
Paging