Wenn andere sich erholen, fängt für sie die Arbeit an. Absolventen des Studiengangs Angewandte Freizeitwissenschaft kümmern sich um den Spaß der Anderen.
Freizeit ist beliebt. Viele legen sich einfach aufs Sofa. Andere erwarten ein bisschen mehr. Freizeitgestaltung ist inzwischen zu einer echten Aufgabe geworden. Manche kümmern sich deshalb beruflich darum, möglichst viele attraktive Angebote zur Freizeitgestaltung zu machen - und können dafür sogar ein akademisches Fundament legen: Angewandte Freizeitwissenschaft heißt der entsprechende Studiengang.
Bild vergrößern
Ein Besuch im Hochseilgarten will gut organisiert sein. Nicht nur dafür studiert man Angewandte Freizeitwissenschaft. (© Foto: AP)
Anzeige
"Es gibt viele Studierende, die sagen, das ist genau der Studiengang für mich", erklärt Professor Rainer Hartmann, der das Fach an der Hochschule Bremen lehrt. "Andere finden, einfach nur: Freizeitwissenschaft, das klingt ja nett und ist bestimmt nicht kompliziert." Das seien allerdings häufig diejenigen, die das Studium als Erste abbrechen. Denn jeder weiß zwar, was Freizeit ist.
Nicht einfach bespaßen
Aber noch lange nicht, wie sie sich so organisieren lässt, dass beim Besuch eines Mitmachmuseums, Hochseilgartens oder Freizeitparks auch die zufrieden sind, die nicht einfach nur bespaßt werden wollen.
"Das Studium ist deshalb vielseitig", sagt Hartmann: "Man lernt etwas über Pädagogik, Marketing, Management und nachhaltige Entwicklung."" Stellt sich die Frage, was man damit hinterher macht. "Wir haben 2009 eine Absolventenbefragung durchgeführt", sagt Hartmann. "Rund 80 Prozent aller berufstätigen Absolventen haben eine im weitesten Sinn studienspezifische Stelle gefunden."
Beliebt bei Abiturienten
Im weitesten Sinn kann vieles heißen: So arbeitet eine Absolventin als Event- und Conference Planner bei Canadian Tours International in Toronto, ein anderer beim Stadtmarketing in Ahaus, eine im Klimahaus in Bremerhaven.
Der Studiengang ist beliebt: "Es gibt für die 60 Studienplätze pro Jahr etwa das Fünffache an Bewerbern", sagt Hartmann. Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester. Praxiserfahrung wird vorausgesetzt. Mindestens sechs Wochen in Form eines Praktikums müssen nachgewiesen werden. Verwandte Angebote sind zum Beispiel Leisure and Tourism Management in Stralsund sowie Sport- und Freizeitmanagement in Berlin.
- Prüfungsstress Bis zur Grenze der Belastbarkeit 30.07.2008
- Business Schools Masse statt Klasse 24.09.2008
- Laptops in der Vorlesung Klappe zu, Student allein 20.05.2010
- Bologna-Konferenz Randale während der "Schavan-Show" 17.05.2010
- Schulmanagement Ein Assessment-Center für Schulleiter 17.05.2010
- Teures Studium Es gibt nichts geschenkt 13.05.2010
- Blog "Arm aber sexy" Mit Doktortitel, aber ohne Perspektive 11.05.2010
(sueddeutsche.de/dpa/holz)
Christopher Lee zum 90.
Freizeitwissenschaften- für sowas ist also auch noch Geld da.
Was es doch alles gibt.
Wie wäre es noch mit Hausfrauenwissenschaften, Bastelwissenschaften, Strategiewissenschaften ,Zeitgeistwissenschaften, u.so weiter. Es gibt noch jede menge unnützes Zeug.?
Sollten wir uns nicht besser auf das Notwendige konzentrieren?
Ich denke, die Freizeit kann sich nun wirklich jeder selber gestalten, sofern er welche hat.
Es gäbe Wichtigeres.
Wieder eine brotlose Kunst mehr.,
Man kann sich nur wundern und den Kopf schütteln. All überall wird von "Nachhaltigkeit" und "Zukunftsfähigkeit" geschwafelt. Und hier wird jungen Menschen eine Ausbildung, ja ich habe in diesem Zusammenhang das Wort "Ausbildung" verwendet, nahegebracht, die mit dem wirklichen Leben nichts zu tun hat. Nichts zu tun hat im Sinne von Nachfrage-Anbieter-Kundenbeziehung. Es herrscht ein Mangel, den kann ich ohne fremde Hilfe nicht beseitigen. Halt! Sorry, mein Fehler! Auf der anderen Seite der Balkenschaukel sitzen ja die gleichen Deppen. Nichts für ungut: Good Luck!