Wie viel man verdient, hängt davon ab, was und wo man studiert hat. Master-Absolventen dürfen sich freuen, FH-Studenten müssen sich für das richtige Fach entscheiden.
Angehende Ärzte fahren später dicke Autos, Germanisten lernen brotlose Kunst. Ganz so einfach ist es zwar nicht. Dennoch: Bei der Studienwahl entscheiden Schulabgänger auch über ihr späteres Einkommen. Wie viel ihr Abschluss auf dem Arbeitsmarkt wert ist, hängt aber nicht nur vom Fach ab. Auch Uni- und FH-Abgänger werden nicht gleich gut bezahlt, und Bachelor und Master sind unterschiedlich lukrativ. Das einmal durchzurechnen, kann sich lohnen. Dabei gilt es, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen.
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Bachelor ist zweite Klasse: Auf den ersten Blick scheint das zu stimmen - zumindest beim Einstiegsgehalt. Absolventen mit Bachelor (BA) verdienen beim Berufsstart deutlich weniger als Akademiker, die länger studiert haben: Ihr Einkommen ist im Schnitt etwa 15 bis 20 Prozent geringer als bei den alten Abschlüssen, wie Harald Schomburg von der Uni Kassel erläutert. Er und sein Team haben in einer Studie die Angaben von rund 35.000 Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2007 ausgewertet.
Offen ist aber, ob diese Lücke längerfristig bestehen bleibt. Bei Ingenieuren zum Beispiel ist das nicht so, wie eine Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln ergeben hat: "Nach drei bis fünf Berufsjahren nähern sich die Gehälter an", erläutert der Geschäftsführer Hans-Peter Klös. Dann erreichen Bachelorabsolventen bei 80 Prozent der 1753 befragten Unternehmen das gleiche Gehalt wie Ingenieure mit Diplom. Der Satz "Der Bachelor ist ein Zweite-Klasse-Abschluss" ist also nur die halbe Wahrheit.
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Debatte über Urheberrecht
Wenn man sich die Zahlen genau ansieht ebenso wie die gemachten Aussagen, könnte man zu der Schlussfolgerung kommen, dass sich ein langes Uni-Studium nur auszahlt, wenn man einen Zeitraum von 30 Jahren oder mehr betrachtet. Denn ein FH-Diplomand, heute dann der Gesellenabschluss (Bachelor) an der FH oder Uni, ist ja auch schon mindestens zwei Jahre früher im Beruf. Das bedeutet, zwei Jahre weniger Arbeitsaufwand und Kosten sowie zwei Jahre früher einen Verdienst zu haben. Bis ein Uni-Absolvent seinen Meisterabschluss oder dann seine Promotion hat, verdient er nicht und hat Kosten und Aufwand. Rechnet man das alles gegeneinander auf, kommt der Uni-Absolvent nicht mehr so gut weg.
FH-Absolvent (Bachelor)
50.000 Euro p.A. x 2 = 100.000 Euro
Uni-Absolvent (Master)
55.000 Euro p.A.
100.000 Euro geteilt durch den Unterschied von 5.000 Euro p.A.
ergibt einen Zeitraum von 20 Jahren bis die Leute pari sind. Und das ist nur die statische Sichtweise. Erst danach macht sich der Master bezahlt.
Hier kommt es sicher eher drauf an, was und wie man arbeiten möchte. Wer sich als Wissenschaftler wohler fühlt als ein Ingenieur, wählt dann eben die Uni mit Master und Promotion anstelle die FH oder die Uni mit Bachelor. Dazu kommt sicher noch, dass die Uni-Absolventen (Master/Promotion) häufiger als Freiberufler arbeiten können, die FH/Uni Bachelors eher als Angestellte.
Reiche Ärtze, hohe Einstiegsgehälter???
Ich habe mein Studium (nicht Medizin) begonnen kurz bevor meine ältere Schwester ihr Studium (inkl. Promotion), ihr PJ und ihr AIP abgeschlossen hatte. Ich hatte zwecks Studienfinanzierung als Student ohne Ausbildung ganz klassisch hinter dem Tresen der nächsten Kneipe gestanden und meine Schwester hatte dann, nachdem sie 2 Jahre erst gar nix und dann einen Hungerlohn bekommen hat, ihre erste Stelle als Ärztin in einem deutschen Krankenhaus angetreten. Ich hatte Spaß mit den Gästen und konnte mir das ein oder andere Bierchen auch selbst genehmigen (Studentenkneipen-Chefs waren damals noch etwas lockerer scheint mir), meine Schwester hatte nach 7 Jahren Studium, 3 Examen, Promotion, und zwei Jahren als Handlanger vom Dienst in PJ und AIP jetzt so richtig Stress, inklusive Wochenend-, Nacht- und Feiertagsdiensten und Schichten, die gerne auch mal 30 bis 35 gedauert haben, da der Bereitschaftsdienst über Nacht auch dann als "Freizeit" gewertet wurde, wenn die Hölle los war und man die ganze Nacht durch-malocht hat (inzwischen Gott sei Dank vom BVerfG - oder wars der BGH? - verhindert, damals noch ganz normal). So, und dann haben wir eines Tages mal ausgerechnet, wer denn eigentlich den höheren Stundenlohn bekommt - und, jawohl, sie haben es ganz richtig vermutet, ich, der 21jährige, angelehrnte und meist auch angetrunkene Aushilfsbarkeeper des letzten Studentenlochs, hatte auf die Stunde gerechnet die absolut malochende (die meisten von uns können sich den Arbeitsalltag eines Jung-Arztes in einem deutschen Krankenhaus nicht mal annähernd vorstellen und haben keine Ahnung, was von denen verlangt wird!!!), promovierte Ärztin meilenweit abgehängt! Und da waren schon alle Zahlungen miteingerechnet!
Wer von reichen Ärzten spricht, sollte sich erstmal über deren Lebenswirklichkeit informieren - und sich dann überlegen, ob der so einen Job für das Geld machen würde! 99% würden dankend ablehnen oder aber nach 3 Monaten wegrennen (mich übrigens eingeschlossen, ich heute wohl etwas weniger als meine Schwester, würde aber für die kleine Differenz nie ihren Streß mit meinem tauschen!).
www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1022619
Hilft weiter. Verdienststrukturerhebung 2006.
Selbständige mit hohen Einkommen gibt es in allen Bereichen, Ärzte sind da mittlerweile ein schlechtes Beispiel, da immer mehr Praxen klammheimlich unter Bankaufsicht geführt werden.
Privatliquidationen sind für die aktuell verhandelten Chefarztverträge in der Regel nicht mehr vorgesehen und damit entfällt auch der Pool für die "Indianer". Die Poolgelder so sie noch vorhanden sind, werden durch Abgaben an die Klinik, Steuer und Sozialabgaben erheblich dezimiert. Es bleibt auch für die erfahrenen Fachärzte nicht viel mehr als im TV-Ä vorgesehen ist.
Also unter Reich verstehe ich etwas anderes.
sorry, aber irgendwie wird mein Text nicht angezeigt- nur die 40,000
Paging