Aufgabe I: Erschließung eines poetischen Textes
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a) Erschließen und interpretieren Sie das Gedicht "Glosse" von Ludwig Tieck! Arbeiten Sie unter Berücksichtigung von Text B sowie Ihrer Epochenkenntnisse die hier erkennbare Vorstellung von Dichtung heraus!
b) Zeigen Sie ausgehend von Ihren Ergebnissen vergleichend auf, wie das Thema "Liebe" in einem anderen literarischen Werk dargestellt wird!
Glosse
Liebe denkt in süßen Tönen, Denn Gedanken stehn zu fern, Nur in Tönen mag sie gern Alles, was sie will, verschönen.
Wenn im tiefen Schmerz verloren Alle Geister in mir klagen, Und gerührt die Freunde fragen: "Welch ein Leid ist dir geboren?" Kann ich keine Antwort sagen, Ob sich Freuden wollen finden, Leiden in mein Herz gewöhnen, Geister, die sich liebend binden Kann kein Wort niemals verkünden, Liebe denkt in süßen Tönen.
Warum hat Gesangessüße Immer sich von mir geschieden? Zornig hat sie mich vermieden, Wie ich auch die Holde grüße. So geschieht es, daß ich büße, Schweigen ist mir vorgeschrieben, Und ich sagte doch so gern Was dem Herzen sei sein Lieben, Aber stumm bin ich geblieben, Denn Gedanken stehn zu fern.
Ach, wo kann ich doch ein Zeichen, Meiner Liebe ew'ges Leben Mir nur selber kund zu geben, Wie ein Lebenswort erreichen? Wenn dann alles will entweichen Muß ich oft in Trauer wähnen Liebe sei dem Herzen fern, Dann weckt sie das tiefste Sehnen, Sprechen mag sie nur in Tränen, Nur in Tönen mag sie gern.
Will die Liebe in mir weinen, Bringt sie Jammer, bringt sie Wonne, Will sie Nacht sein, oder Sonne, Sollen Glückessterne scheinen? Tausend Wunder sich vereinen: Ihr Gedanken schweiget stille, Denn die Liebe will mich krönen, Und was sich an mir erfülle Weiß ich das, es wird ihr Wille Alles, was sie will, verschönen.
Text B Ludwig Tieck/Wilhelm Wackenroder (1773 - 1798) Phantasien über die Kunst (1798)
[...] Wer das, was sich nur von innen heraus fühlen läßt, mit der Wünschelrute des untersuchenden Verstandes entdecken will, der wird ewig nur Gedanken über das Gefühl und nicht das Gefühl selber entdecken. Eine ewige feindselige Kluft ist zwischen dem fühlenden Herzen und den Untersuchungen des Forschens befestigt, und jenes ist ein selbständiges, verschlossenes, göttliches Wesen, das von der Vernunft nicht aufgeschlossne und gelöst werden kann. - Wie jedes einzelne Kunstwerk nur durch dasselbe Gefühl, von dem es hervorgebracht ward, erfasst und innerlich ergriffen werden kann, so kann auch das Gefühl überhaupt nur vom Gefühl erfasst und ergriffen werden [...]
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Aufgabe II: Erschließung eines poetischen Textes
a) Erschließen und interpretieren Sie den folgenden Dramenbeginn! Arbeiten Sie dabei insbesondere die Konfliktstrategien der Figuren heraus!
b) Zeigen Sie ausgehend von Ihren Ergebnissen vergleichend auf, wie das Thema "gesellschaftliches Ansehen" in einem anderen literarischen Werk gestaltet wird!
Vorbemerkung Das bürgerliche Lustspiel "Die Hose", das sich in vier Akte gliedert, spielt im Jahr 1900 ausschließlich in einer Wohnstube, in der der Beamte Theobald Maske und seine Frau Luise leben. Diese hat während einer Parade in der Kleinstadt unfreiwillig ihre Unterhose verloren. Nachdem die beiden nach Hause zurückgekehrt sind, setzt das Drama ein.
Carl Sternheim (1878 - 1942) Die Hose (1911) (Orthographie und Interpunktion entsprechend der Gesamtausgabe von 1963)
ERSTER AUFTRITT Theobald und Luise treten auf:
Theobald: Daß ich nicht närrisch werde! Luise: Tu den Stock fort! Theobald schlägt sie: Geschändet im Maul der Nachbarn, des ganzen Viertels. Frau Maske verliert die Hose! Luise: Au! Ach! Theobald: Auf offener Straße, vor den Augen des Königs sozusagen. Ich, ein einfacher Beamter! Luise schreiend: Genug. Theobald: Ist nicht zu Haus Zeit Bänder zu binden, Knöpfe zu knöpfen? Unmaß, Traum, Phantasien im Leib, nach außen Liederlichkeit und Verwahrlosung. Luise: Ich hatte eine feste Doppelschleife gebunden. Theobald lacht auf: Eine feste Doppelschleife. Herrgott, hör das niederträchtige Geschnatter. Eine feste - da hast du eine feste Doppelohrfeige. Die Folgen! Ich wage nicht, zu denken. Entehrt, aus Brot und Dienst gejagt. Luise: Beruhige dich. Theobald: - Rasend ... Luise: Du bist unschuldig. Theobald: Schuldig, ein solches Weib zu haben, solchen Schlampen, Trulle, Sternguckerin. Außer sich: Wo ist die Welt? Er packt sie beim Kopf und schlägt ihn auf den Tisch. [...]
Aufgabe IV: Erörterung
"Das Verb 'lesen' duldet keinen Imperativ. Eine Abneigung, die es mit ein paar anderen teilt: dem Verb 'lieben', dem Verb 'träumen' ... Man kann es natürlich trotzdem versuchen. Probieren Sie es mal: 'Liebe mich!' 'Träume!' 'Lies! Jetzt lies doch, zum Teufel, ich befehle dir zu lesen!' 'Geh in dein Zimmer und lies!' Ergebnis? Null."
(Daniel Pennac, Wie ein Roman. Von der Lust zu lesen)
Zeigen Sie im Anschluss an eine Überprüfung der Aussage auf, warum eine gezielte Erziehung hin zum Lesen sinnvoll ist, und erörtern Sie unter Einbeziehung Ihrer bisherigen Ergebnisse Möglichkeiten und Grenzen der schulischen Leseförderung!
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Davon, dass das Ladekabel mitverkauft wurde, bin ich einfach mal ausgegangen. Ansonsten hätte die Aufgabe keinen Sinn: Warum sollte sich die Käuferin über ein defektes Ladekabel beschweren, das sie gar nicht gekauft hat? In diesem Fall würde sich jegliche Nacherfüllung erübrigen.
Ist das Ladekabel mitverkauft worden, so besteht der Schaden einfach darin, dass die Käuferin nicht das erhalten hat, was sie erhalten sollte: einen funktionierenden mp3-player mit Ladekabel. Der Aufwand, den sie tätigen muss, um eine magelfreie Sache zu erhalten, ist ihr Schaden. Sprich: die 10 Euro für das Ladekabel.
falls noch jemand hier reinschaut besonders smitcho 09:
eine Frage an den Fachmann: Welcher Schaden ist denn durch das defekte Ladekabel entstanden? Man könnte ja über den möglichen Schaden weit philosophieren, doch um Schadenersatzpflichtig zu werden muss doch - so wie ich als Laie, der sein Abitur in Hessen gebaut hat - zu wissen glaube - ein Schaden erst einmal nachgewiesen sein. Im Moment ist es zwar Schade, dass das Kabel nicht funktioniert und der Jan das KAbel nicht austauschen will, d.h. die Nacherfüllung verweigert, aber einen Schaden kann ich für Steffi im Moment keinen erkennen. Ihr bliebe immerhin die Möglichkeit vom Vertrag zurückzutreten - aber auf den Kosten für das Kabel bliebe sie dann in jedem Fall sitzen.
Oder nicht?
Um das Ganze nicht noch mehr zu verkomplizieren würde ich als Anwalt von Jan auch fragen, was überhaupt vereinbart gewesen war. Aus dem Text kann ich nur erkennen, dass der Jan der Steffi einen MP 3 Player verkauft hat. Dessen AKKU war zwar leer, doch er hat funktioniert, d.h. er war mängelfrei. Ob das Kabel überhaupt zum Umfang der Lieferung gezählt hat, ist aus dem Text nicht zu erkennen und ich würde das als Laienadvokat ganz einfach in Frage stellen und behaupten der Jan hat seine vertraglichen Pflichten vollumfänglich erfüllt.
11.05.2009 18:54:44
kilpikonna: Und die Leistungskurse?
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Die Lk-Prüfungen finden diese Woche statt - wäre ja blöd, wenn die Abiturienten ihre Prüfungen vorab auf der SZ-Homepage lesen könnten. Wobei dann wohl wieder mehr Abiturienten Zeitungen bzw. Nachrichten lesen würden...
@ "Deutschkönner" Wanninger von der Au: "Die Bayern behaupten..."
"Die Bayern behaupten gern, ihr Abitur wäre das schwerste - und beste - Deutschlands."
So m u s s es heißen, wenn dieser pauschale, geltungssüchtige Anspruch n e g i e r t werden soll.
- Kann Wanninger nicht vollziehen...? ... s e i's drum! (W ä r' ja auch ein Wunder!)
für r=x ist das zutreffend. Ansonsten sehe ich schwarz für die Schüler ....
Paging