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Trainings in Landeskultur
Um die eigenen Mitarbeiter auf Auslandsaufenthalte vorzubereiten und Fremde in die eigene Kultur einzuführen, werden nicht nur Sprachkurse, sondern in vielen Betrieben auch Trainings der Landeskultur angeboten. Wer in Deutschland mit Schlips und Kragen ins Büro kommt, sollte sein Outfit in Kalifornien definitiv legerer gestalten, um nicht sofort als Europäer aufzufallen. „Wer die Unterschiede kennt, kann damit besser umgehen“, berichtet Anke Meier, die Henkel-Expertin, von der internationalen Zusammenarbeit in den Teams. Und wer ein solches Training absolviert hat, ärgert sich dann nicht mehr, wenn ein Südamerikaner zum Treffen schon mal einen Tick später kommt. Und weiß, dass Amerikaner und Briten mehr Abstand zum Gegenüber wünschen, Spanier und Italiener einem dagegen gern mal vertraulich die Hand auf die Schulter legen.
Beim Autobauer Daimler werden schon Nachwuchskräfte in die „Global Diversity“ und den im Betrieb erwünschten „global mindset“ eingeführt. Beim Programm CAReer absolvieren Menschen unterschiedlicher Kulturen ein anspruchsvolles Training. „Sie arbeiten in Teamarbeit über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg an einer Aufgabenstellung – und überraschen uns immer wieder mit innovativen und zukunftsweisenden Lösungen“, stellt Angela Titzrath-Grimm fest. Was seltener zu kulturellen als vielmehr zu sehr handfesten Problemen führt: „Haben Sie schon mal versucht, eine internationale Videokonferenz mit Kollegen in Nordamerika, Europa und Asien auf die Beine zu stellen?“
Beim Autobauer Daimler werden schon Nachwuchskräfte in die „Global Diversity“ und den im Betrieb erwünschten „global mindset“ eingeführt. Beim Programm CAReer absolvieren Menschen unterschiedlicher Kulturen ein anspruchsvolles Training. „Sie arbeiten in Teamarbeit über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg an einer Aufgabenstellung – und überraschen uns immer wieder mit innovativen und zukunftsweisenden Lösungen“, stellt Angela Titzrath-Grimm fest. Was seltener zu kulturellen als vielmehr zu sehr handfesten Problemen führt: „Haben Sie schon mal versucht, eine internationale Videokonferenz mit Kollegen in Nordamerika, Europa und Asien auf die Beine zu stellen?“
Vorteile nutzen, Konflikte meiden
Jedenfalls scheint Internationalität dort sehr selbstverständlich, wo schon die Produkte des Hauses auf der ganzen Welt mit englischem Namen auskommen. Hamburger, Cheeseburger und Apple-Pie kennt jedes Kind – sowieso. McDonald’s lebt von und mit seinem weltoffenen Image. Das mag vielleicht an der Jugendlichkeit des Produktes liegen oder tatsächlich daran, dass das Unternehmen aus einem Land stammt, in dem ein Farbiger Präsident ist.
» Unternehmen in Deutschland sind auf eine innovative Belegschaft angewiesen, um am Markt wettbewerbsfähig und attraktiv zu bleiben. « (Hans Jablonski, Unternehmensberater)
Sie arbeite mit Deutschen, Türken, Kurden, Indern, Russen, Polen und einer Rumänin zusammen, sagt Veronika Bauer, die 22-Jährige angehende Store Managerin eines Restaurants. Probleme gäbe es da nicht. Insgesamt arbeiten Menschen aus 120 Nationen im Unternehmen. Die Kompetenz für die Konzepte kommt oft aus den USA, aber genauso entwickelt Europa eine eigene Identität und Impulse aus Europa gehen wiederum dorthin zurück. Wenn neue Speisen, Saucen, Geschmacksrichtungen komponiert werden, kann der englische Menu-Manager Duncan Cruttenden, der seit einem Jahr in der Münchner Hauptverwaltung arbeitet, auf die Erfahrungen vieler Nationalitäten bauen. Für Aktionen wie „Los Wochos“ hat er ein Team von 16 Köchen aus meist sechs oder sieben Nationen, alle mit unterschiedlicher beruflicher Erfahrung. „Der größte Nutzen dieser Zusammenarbeit liegt zweifellos im ‚Flavour Profiling’“, sagt der Chef, der mit seinen Kollegen englisch spricht.
Um die Vorteile eines internationalen Teams zu nutzen und Konflikte zu vermeiden, müssen leitende Mitarbeiter qualifiziert werden. „Gemischte Teams brauchen eine exzellente Führung“, weiß Melanie Eisinger, McDonald’s Direktorin für Human Resourses in Deutschland. Denn zentrale Maßnahmen helfen wenig, wenn das Klima im Unternehmen nicht stimmt. Um die Arbeitsatmosphäre positiv zu gestalten, muss ein Vorgesetzter sie vorleben. Er muss der neuen Mitarbeiterin den Weg ins Team ebnen, denn nur dann wird sie auch anerkannt und in die Arbeit einbezogen.
„Vielfalt führt erst dann zum Erfolg, wenn sie im Unternehmen von Führungskräften und der Belegschaft gelebt wird“, erklärt Michael Stuber, Diversity-Experte von der Kölner Agentur „Ungleich Besser“ im PR-Magazin. „Als Potenzial-Prinzip schafft sie ein Umfeld, in dem Unterschiede systematisch als Erfolgsfaktor genutzt werden.“ Dabei geht es eben nicht nur um bunt besetzte Teams und freundlich lächelnde Mitarbeiter unterschiedlicher Hautfarben in Firmenbroschüren. Wer das schicke Schlagwort tatsächlich für sich nutzen will, muss Managementkonzepte entwickeln, die auf die eigene Firma zugeschnitten sind. Und er muss langfristig denken und investieren. Dann kann das Engagement zu einem Imagegewinn führen, der sich als Erfolgsfaktor herausstellt. Denn ein guter Ruf lockt nicht nur mehr Kunden an, sondern auch qualifiziertere Bewerber für offene Stellen. Eine Befragung von 200 Unternehmen in vier EU-Ländern ergab, dass 69 Prozent von ihnen finden, Diversity Management habe ihr Image verbessert. Der daraus resultierende Nutzen und die Innovationskraft für das Unternehmen sind unmittelbar schwer zu beziffern und werden sich erst über einen längeren Zeitraum zeigen. „Von daher“, so Diversity-Experte und Charta-Mitbegründer Hans Jablonski, „sind Betriebe gut aufgestellt, die sich mit dem Thema schon auf den Weg gemacht haben und sich für die Zukunft fit halten“.
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In diesem Artikel:
- Beruf Diversity Manager - Leidenschaft für die Vielfalt
- Cultural Diversity - "Integration fängt bei mir an"
- Herausgeber-Projekte - Chancen für alle Mitarbeiter
- Unternehmens-Porträts - Viele Branchen - eine Strategie
- Netzwerke - Wie Frauen Karriere machen
- Denkzeit - Vielfalt anstelle von Einfalt
- Die Zukunft ist bunt - Unterschiede sind wertvoll

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