Top oder Flop? Wer sich beruflich weiterbilden will, sollte sich genau informieren, wo er das tut. Nicht jedes Zertifikat bringt einen weiter. Manchmal ist jeder Lernaufwand umsonst.

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Weiterbildungs-Dschungel: Welches Zertifikat hat wirklich Wert? Foto: iStock

Lebenslanges Lernen und fortwährende Spezialisierung - das sind wichtige Schlagworte der heutigen Berufswelt. Um sich auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen, ist es mit nur einem Studienabschluss oder einer Ausbildung längst nicht mehr getan.

Allerdings ist der Markt für Weiterbildungen schwer zu überblicken: Es tummeln sich viele Anbieter, und die Palette reicht von Qigong-Kursen für Mediziner bis hin zu Hochschul-Zertifikaten für Theaterpädagogik.

Für Meike Häußer vom Service Center Weiterbildung an der Berliner Humboldt-Universität dienen Zusatzzertifikate der Profilbildung. "Unser Angebot richtet sich an Leute, die am Berufsanfang stehen", erklärt sie. "Es soll sowohl diejenigen ansprechen, die ihre berufliche Zukunft noch nicht genau vor Augen haben, als auch jene unterstützen, die bereits konkrete Vorstellungen besitzen." Angeboten werden an der Humboldt-Universität etwa Kurse über Grundkenntnisse in Deutschem Recht, zur Internationalen Entwicklungszusammenarbeit sowie der staatlich anerkannte Ausbildungsgang "Psychologische Psychotherapie".

Im Dickicht der Anbieter sieht Häußer die renommierten Hochschulen im Vorteil: "Sie haben einen Vertrauensbonus, da sie vielen Menschen vom Namen her oder durch eigene Studienerfahrungen bekannt sind." Auch Walburga Freitag vom Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover weiß, wie schwer der Markt zu überblicken ist. "Die Weiterbildung ist in Deutschland sehr ungeregelt." Es sei schwierig zu erkennen, auf welchem Niveau eine Fortbildung liegt. Dementsprechend kompliziert gestaltet sich die Frage der Anerkennung.

Ein Examen ohne Ergänzung wird wertlos

Alexander Spermann kümmert sich beim Personaldienstleister Randstad in Eschborn um die Fortbildung von Zeitarbeitern. Für ihn wird es immer wichtiger, sich auf dem Arbeitsmarkt von Mitbewerbern abzuheben. "Ich kann nur dringend zuraten, auf eine Ausbildung etwas draufzusetzen. Damit gebe ich das Signal: Ich tue etwas über meinen Job hinaus und bin interessiert und lernbegierig." Selbst ein Examen sei ohne Ergänzung nach zwei Jahren kaum mehr etwas wert.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite, wo Sie gute Fortbildungsangebote finden.

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  2. Mischung aus Qualität und Quantität