Angesichts langfristig steigender Strom- und Gaspreise haben viele Besitzer alter Häuser Angst davor, sich bald das Heizen nicht mehr leisten zu können.




» Bevor man eine Modernisierung angeht, sollte man zunächst den eigenen Energiebedarf pro Jahr und dessen Kosten kennen «

Peter Burk, Fachautor

Alte Häuser sind oft Energiefresser. Und ihre Besitzer stehen vor großen Problemen: Bei steigenden Strom- und Gaspreisen haben sie Angst davor, sich in Zukunft das Heizen nicht mehr leisten zu können.

Doch auch vor einer Modernisierung schrecken viele zurück. Eine bessere Wärmedämmung und eine neue Heizungsanlage senken zwar den Energieverbrauch und sparen damit langfristig Geld - zunächst belastet die Sanierung die Finanzen aber erheblich.

"Bevor man eine Modernisierung angeht, sollte man zunächst den eigenen Energiebedarf pro Jahr und dessen Kosten kennen“, rät Peter Burk, Autor des Stiftung-Warentest-Ratgebers „Modernisieren und Energie sparen“. Nur so könne geklärt werden, ob sich Modernisierungsmaßnahmen im angemessenen Zeitraum auszahlen.

Selber ermitteln

Der Energieverbrauch für Heizung und Brauchwasser-Erwärmung kann zumindest grob auch selbst ermittelt werden: Aufschluss geben Gasuhren oder der Ölstand im Tank. Ein alter Zollstock kann dabei helfen, den Volumenbedarf an Öl herauszufinden. Er ergibt sich laut Burk aus der Differenz in der Füllstandhöhe multipliziert mit der Länge und Breite des Öltanks.

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Leserkommentare (2)



21.11.2008 08:30:30

WillmaHorst: Prozentrechnung - PISA lässt grüßen

Bei den Prozentsätzen, die im Zusammenhang mit Sanierungen genannt werden, zeigt sich, dass die fehlende Mathe-Kompetenz nicht erst in den letzten Jahren sondern schon zur Schulzeit von DENA-Beratern und Umweltministern bestanden haben muss. Da werden mal eben die (theoretischen) Einsparungen (von was auch immer - KWh oder Kosten in 10 Jahren oder CO2) addiert und als Ziel für alle Häuslebesitzer in den Raum oder noch besser ins Gesetz gestellt. Aus solchen Zahlen eine solide Finanzierung abzuleiten ist unmöglich. Wenn dann noch die verbreiteten Spekulationen über Energiepreise und technische Entwicklungen, die später auch noch finanziert werden müssten, hinzukommen, fehlt nur noch das gute Gewissen, das man sich mit der Sanierung erkaufen möchte.

Spätestens nach Ablauf der KfW-Finanzierung und wenn die ersten Materialien vor Ende der Tilgung entsorgt und ersetzt werden müssen, kommt das große Erwachen. Ob dann die Berater für ihren Pfusch noch in Regress genommen werden können ...?


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