Heizen wird im bevorstehenden Winter vermutlich so teuer wie nie zuvor. Drei Pullover übereinanderziehen und dann den Regler herunterdrehen ist eine Möglichkeit, um Energie zu sparen. Das ganze Haus aufwändig zu modernisieren, eine andere.
Bild vergrößern
Hier ist es auch für sorgsames Abdichten der Fenster zu spät: die Burgruine Oberbrennberg in der Oberpfalz Foto: dpa
Die Heizkostenrechnung lässt sich aber auch bereits durch kleine Sofort-Maßnahmen, die ein Heimwerker selbst ausführen kann, drosseln.
Gegen ungewolltes Dauerlüften durch Fugen und Ritzen helfen spezielle Dichtungen für Fenster und Türen. "Durch das Abdichten von Fenstern lassen sich bis zu 15 Prozent Heizenergie einsparen", sagt Frank Michel, Geschäftsführer der DIY-Academy in Köln.
Zuerst sollte der Heimwerker klären, woher die Zugluft kommt. Am besten gehe dies mit einer brennenden Kerze, die dort, wo es durch Ritzen zieht, flackert.
"In die Fenster können Heimwerker Schaumdichtungsband und Gummidichtungen kleben", erklärt Michel. Diese gibt es passend zur Spaltengröße mit verschiedenen Profilen. Bevor sie angebracht werden, muss die Rahmenfläche mit Spiritus von Fett und Schmutz befreit werden, rät die Stiftung Warentest in Berlin. Die Bänder sollten so verklebt werden, dass an den Ecken keine Ritzen bleiben.
Bis zur Haustür
Manchmal sind falsch eingestellte Fensterscharniere die Ursache von Zugluft. In solchen Fällen ist es ratsam, das Fenster von einem Tischler nacharbeiten zu lassen, sagt Michel. Denn diese Arbeit setzt Fachwissen voraus.
Unter Türen durchziehende Kälte ist unangenehm. "Handelt es sich um Innentüren, sollte man den Spalt zwischen Tür und Fußboden mit einer Bürstendichtung schließen", rät Michel.
Besonders viel Energie kosten nicht bodenbündige Haustüren. Zieht es zwischen drinnen und draußen, sollte ebenfalls ein Schreiner für mögliche Abdichtungsarbeiten zu Rate gezogen werden. "Schlimmstenfalls wird die komplette Tür ersetzt."
(Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2) nächste Seite
In diesem Artikel:
Immobilien in Maps