Wie gefährlich ist die E-Zigarette? Nebulöse Wirkungen

Kein Rauch, sondern Dampf kommt aus dem Mund dieses Rauchers - denn die E-Zigarette verbrennt keinen Tabak, sondern verdampft eine Flüssigkeit, die in den meisten Fällen Nikotin enthält.

(Foto: AFP)

Geschätzte zwei Millionen Deutsche greifen zur E-Zigarette. Aber was nehmen sie da überhaupt in den Mund? Eine sanfte Alternative für Raucher oder krebserregendes Teufelszeug? Ein Überblick über den Stand der Erkenntnisse.

Von Berit Uhlmann

Die von einem chinesischen Tüftler erfundene E-Zigarette erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Auf mehr als zwei Millionen schätzt der Handel die Zahl der Konsumenten. Damit stellt sich eine ganze Reihe von Fragen: Wie gefährlich ist die E-Zigarette, schädigt sie Umstehende und ist sie überhaupt legal? Erste Antworten.

Was ist drin in der E-Zigarette?

Die E-Zigarette verbrennt keinen Tabak, sondern verdampft eine Flüssigkeit, die in den meisten Fällen Nikotin enthält. Dabei schwankt der Nikotingehalt verschiedenen Erhebungen zufolge zwischen nahezu Null und etwa 16 Milligramm pro Kartusche.

Hauptbestandteil ist in den meisten Produkten Propylenglykol, das für den Dampfeffekt verantwortlich ist. Es ist der gleiche Stoff, der in Diskotheken oder Theatern aus der Nebelmaschine kommt. Häufig werden den elektronischen Glimmstängeln auch Aromen wie Menthol oder Vanille zugesetzt.

Es ist möglich, die Kartuschen selbst zu befüllen. Damit, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), haben die Konsumenten "nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zum Experimentieren" - und fügen dem Thema E-Zigarette eine weitere Unbekannte hinzu.