H5N1 WHO warnt vor Vogelgrippe in Ägypten

Vor fast zehn Jahren versetzte der Vogelgrippe-Erreger H5N1 die Welt in Angst. Nun ist die WHO erneut alarmiert.

In Ägypten breitet sich eine aggressive Form der Vogelgrippe aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzeichnete in den vergangenen sechs Monaten 165 Erkrankungen durch den Erreger H5N1. 48 Menschen starben. "Das ist bisher bei weitem die höchste Fallzahl in einem Land in einem solchen Zeitraum", teilte die Organisation mit.

Die WHO geht jedoch nicht davon aus, dass das Virus sich verändert habe und nun leichter übertragbar sei. Nach wie vor stecken sich Menschen höchstwahrscheinlich nur durch engen Kontakt zu infizierten Vögeln an. Doch offenbar ist ein großer Teil des Geflügels in Ägypten infiziert: Die WHO hat Hinweise, dass das Virus in allen Bereichen der Geflügelproduktion überall im Land zirkuliert. Begünstigt wurde die Ausbreitung durch eine zunehmende Zahl von Kleinbauern, die nur kleine Geflügelbestände haben und nicht kontrolliert werden.

Zwischen 2003 und 2014 wurden weltweit mehr als 600 Erkrankungen bei Menschen registriert. Mehr als die Hälfte der Patienten starb. 2006 war das Virus auch unter Vögeln in Deutschland aufgetaucht. Menschen haben sich allerdings in der Bundesrepublik noch nie angeteckt. Das vor kurzem ebenfalls in Deutschland aufgetauchte Vogelgrippe-Virus H5N8 wird nach derzeitigen Erkenntnissen nicht auf den Menschen übertragen.