Tipps für den Einkauf von Schokolade Ich will Kinderarbeit ausschließen - Muss ich faire Schokolade kaufen?

Wer Kinderarbeit sicher ausschließen will, sollte zu fair gehandelter Schokolade greifen.

(Foto: AP)

Schokolade hat ein Problem, das selbst dem größten Fan den Appetit verderben kann: Für den süßen Riegel, den sich ein Bundesbürger ganz selbstverständlich in den Mund schiebt, hat möglicherweise ein afrikanisches Kind auf einer Kakaoplantage gearbeitet - im Extremfall unter Zwang, ungeschützt großen Mengen an Pestiziden ausgesetzt und mit Werkzeugen, die ein hohes Verletzungsrisiko bergen. Greenpeace zufolge arbeiten etwa 250.000 Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf westafrikanischen Kakaofarmen. Mehr als die Hälfte von ihnen seien jünger als 14 Jahre.

Wer sicher sein will, dass kein Kinderschweiß an seiner Süßigkeit klebt, sollte zu fair gehandelter Schokolade greifen, rät Greenpeace. Bei allen anderen Herstellern "ist es leider sehr wahrscheinlich, dass der Kakao zu unfairen Bedingungen hergestellt wurde", sagt Claudia Sprinz von der Umweltschutz-Organisation.

Als besonders zuverlässig bewertet Greenpeace die Produkte mit den Siegeln von Fairtrade, Gepa und dem Siegel Hand in Hand, des Naturkost-Herstellers Rapunzel sowie alle Produkte aus Weltläden. Claudia Sprinz fasst es so zusammen: "Wir empfehlen den Kauf von Bio-Schokolade mit Fairtrade-Siegel".

Der Nächste bitte Richtiges Essen oder richtig essen

Schokolade macht schlank und Gemüse beugt Krebs vor - häufig erregen Studien, die zu solchen Ergebnissen kommen, große Aufmerksamkeit. Doch Nährwert bedeutet nicht immer Mehrwert. Ein Schlemmerabend mit Freunden kann mehr für die Gesundheit bringen als der größte Obstteller.

(Video: Süddeutsche.de, Foto: iStockphoto)

Weiterführende Informationen:

Was in der Schokolade drin sein darf: Die Kakaoverordnung

Wer an der Schokolade verdient: Eine Publikation des Südwind-Instituts für Ökonomie und Ökumene

Welche Schokolade emfpehlenswert ist: Marktcheck von Greenpeace Österreich