Tipps für den Einkauf von Schokolade Vorsicht Dickmacher - Ist Bio-Schokolade besser?

Dass Bio-Produkte per se gesünder seien, ist eine weit verbreitete Ansicht. Oft ist sie falsch - so auch im Falle der Schokolade. Bio-Schokolade ist nicht figurfreundlicher als die konventionelle Schleckerei, sagt Verbraucherschützer Valet. Beide Produkte enthalten im gleichen Maße die Dickmacher Zucker und Fett.

Sinnvoll ist der Griff zur Bio-Schokolade dagegen für alle, denen ökologische Kriterien wichtig sind. Wer sicher gehen will, dass Kakao und Zucker ohne Pestizid-Einsatz gewonnen werden und die Milch nicht von Kühen aus Massentierhaltung stammt, kann sich an das Bio-Siegel halten, rät die österreichische Sektion von Greenpeace, die bereits mehrfach Schokolade untersucht hat.

Auch wer keine Bio-Schokolade mag, kann mit einem aufmerksamen Blick zumindest zwei weit verbreitete Ökosünden vermeiden. Zum einen die überbordenden Verpackungen. Schokoladen, bei denen jede Portion einzeln eingewickelt ist, oder Pralinen mit Unmengen an glänzenden Papieren und Folien sind "ökologischer Nonsens und die reinste Ressourcenverschwendung", moniert Greenpeace.

Einen weiteren Hinweis liefert ein Blick auf die Zutatenliste. Taucht der Begriff "Pflanzenfett" oder eine ganz ähnliche Formulierung auf, ist der Umweltschutz-Organistation zufolge Vorsicht geboten. Oft verbirgt sich dahinter Palmöl, für dessen Herstellung "Urwald in unvorstellbarem Ausmaß vernichtet wird". Bei der Brandrodung zum Anlegen der Plantagen wird zudem viel klimaschädliches CO2 freigesetzt.

Wer ökologisch korrekt einkauft, hat ein weiteres Problem noch nicht gelöst: Denn Bio-Siegel und Umweltschutz-Deklarationen sagen nichts über die ethischen Aspekte eines Produktes aus. Doch gerade die sind im Falle der Schokolade heikel.