Tipps für den Einkauf von Fruchtsaft Apfelsaft: naturtrüb oder klar?

Er sieht schon gesünder aus, der naturtrübe Apfelsaft. Aber ist er wirklich besser? Was die sekundären Pflanzenstoffe angeht auf jeden Fall, sagt Bernhard Watzl, Leiter des Instituts für Physiologie und Biochemie der Ernährung am Max-Rubner-Institut. Diese Stoffe, die unter anderem Farbe und Aroma einer Frucht bestimmen, brauchen wir zwar nicht zum Überleben, sie haben jedoch nachweislich eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem - und im trüben Apfelsaft sind davon mehr enthalten als im klaren. Denn: "Die sekundären Pflanzenstoffe sind mit den Trübstoffen verbunden", erläutert Watzl.

"In Studien an Tieren haben wir beim Konsum von trübem Apfelsaft positive Effekte in der Prävention von Dickdarmkrebs nachgewiesen, die sich bei klarem Apfelsaft nicht beobachten lassen", erklärt der Wissenschaftler.

In einer Untersuchung aus dem Jahr 2009 zeichnete Stiftung Warentest acht naturtrübe Apfelsäfte mit dem Prädikat "gut" aus - im Vergleich zu nur drei klaren Säften. "Im Gegensatz zu den klaren sind viele der naturtrüben Säfte im Test reich an Aromastoffen", urteilten die Tester.