Pränataldiagnostik Welche Untersuchungen in der Schwangerschaft notwendig sind

Werdende Mütter wollen allses richtig machen - und nehmen oft jeden Test mit. Doch nicht alle medizinischen Untersuchungen sind für jede Schwangere notwendig. Welche Tests angeboten werden, wie riskant sie sind, wer die Kosten übernimmt - und was die Zukunft bringt.

Ein Überblick. Von Berit Uhlmann

Die Eltern haben kaum verinnerlicht, dass sie ein Kind bekommen, da läuft schon eine ganze Maschinerie an Tests und Untersuchungen an. Gefahren, von denen man vorher nie gehört hat, sollen abgeklärt werden. Andere Risiken, die Mütter beunruhigen, sind lediglich Gegenstand freiwilliger Tests. Manche Untersuchungen müssen selbst bezahlt werden; nicht alle sind risikofrei. Die Entscheidung für oder gegen bestimmte Tests muss jedes Paar für sich allein treffen. Informationen über die Methoden können dabei helfen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Test, ihren Nutzen und ihre Risiken.

Drei Ultraschall-Untersuchungen gehören zum Standard-Programm der Frauenärzte.

(Foto: picture-alliance, dpa)

Routine-Blutuntersuchungen

Wann: Zu Beginn sowie noch mehrmals im Verlauf der weiteren Schwangerschaft

Was wird gemacht: Der Frau wird Blut abgenommen und im Labor untersucht.

Nutzen: Getestet wird, ob die Frau mit den Erregern der Syphilis oder - sofern nicht geimpft - der Röteln infiziert ist. Beide Krankheiten können gravierende Auswirkungen auf die Schwangerschaft haben.

Außerdem wird der Hämoglobinwert untersucht, der Hinweise auf eine Anämie gibt. Dieser Test wird ab dem 6. Monat mehrmals wiederholt.

Bestandteil der Erstuntersuchung ist auch ein Antikörpersuchtest. Dabei wird nachgeforscht, ob im Blut der Mutter bestimmte Antikörper existieren, die das Kind schädigen können. Solche Antikörper können beispielsweise nach einer Bluttransfusion gebildet worden sein.

Risiken: keine

Kosten: Die Tests sind Teil der Routine-Untersuchungen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.