TransplantationenWie andere Länder an Spenderorgane kommen

Die Deutschen sollen künftig gründlicher über das Thema Organspende nachdenken. Dabei sind die Neuregelungen des Transplantationsgesetzes vergleichsweise moderat. Andere Länder haben drastischer auf den Mangel an Spenderorganen reagiert. Taugen sie als Vorbilder?

Jeden Tag sterben in Deutschland im Schnitt zwei bis drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten. Derzeit diskutiert die Politik über Änderungen am Transplantationsgesetz, mit denen sanfter Druck auf die Deutschen ausgeübt werden soll, sich stärker mit dem Thema auseinanderzusetzen. Viele andere Länder belassen es nicht bei Appellen. Hier einige Beispiele dafür, wie anderswo die Zahl der Organspenden erhöht wird. Hätte Deutschland diesen Beispielen folgen sollen? Stimmen Sie ab!

Neues deutsches Transplantationsgesetzes - Prinzip: Keinen Zwang ausüben

Die Deutschen sollen künftig regelmäßig per Brief befragt werden, ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen. Aller Voraussicht nach werden den Briefen Organspendeausweise beigelegt, so dass die Empfänger ihren Willen gleich dokumentieren können. Kernidee der Neuregelung: Es soll bei dem sensiblen Thema keinerlei Zwang geben. Die Briefe können auch ungelesen in den Papierkorb wandern.

Halten Sie die Regelung für gut?

Bild: dpa 20. April 2012, 17:552012-04-20 17:55:52 © Süddeutsche.de/beu/holz/rus