Mythen über das Baby-AlterDie große Saugverwirrung

Stillkinder dürfen niemals ein Fläschchen bekommen, Babyschwimmen ist unentbehrlich und ohne Mütze werden die Ohren krank. Zwölf Irrtümer über den Umgang mit dem Baby.

Stillkinder dürfen niemals ein Fläschchen bekommen

Sehr viel spricht dafür, dass Muttermilch für das Kind besser ist als Flaschennahrung. Stillen sollte nach Möglichkeit immer die erst Wahl sein. Dennoch wird diese Erkenntnis mitunter absurd weit getrieben. Mütter hören immer noch den Rat, dass sie nie eine Stillmahlzeit ausfallen lassen dürfen. Denn, so wird kolportiert, hat das Kind nur einmal Kontakt mit dem Flaschenschnuller gehabt, werde es von "einer Saugverwirrung" ergriffen, von der es sich nicht mehr erhole. Es verschmähe dann die mütterliche Brust für immer oder aber die Brust stelle sofort ihre Produktion ein.

Ungünstig kann das Abwechseln von Flasche und Brust jedoch nur in den ersten Tagen sein, wenn die Milchbildung der Mutter noch nicht richtig in Gang gekommen und das Kind mit dem Saugen noch nicht vertraut ist. Sobald sich das Stillen eingespielt hat, können Eltern durchaus ab und zu einmal auf das Fläschchen zurückgreifen - am besten mit abgepumpter Milch.

Es kann allerdings sein, dass das Baby die Flasche nicht akzeptiert. Dann müssen Mütter warten, bis das Kind erste Breikost mag. (Mehr zu den Entwicklungsschritten des Babys erfahren Sie in unserem interaktiven Kalender).

Bild: dpa/picture-alliance 31. Januar 2013, 12:492013-01-31 12:49:52 © Süddeutsche.de/beu/dd/bavo