Fiktion und RealitätZehn Mythen über Ärzte

TV-Serien beeinflussen das Bild, das sich Patienten vom Arzt machen - dank unausrottbarer Klischees. Die zehn auffälligsten von ihnen.

TV-Serien beeinflussen das Bild, das sich Patienten vom Arzt machen. Über die Soaps hinweg gibt es wiederkehrende Klischees. Wir haben die auffälligsten zehn in den - vor allem bei jüngeren Zuschauern beliebten - amerikanischen Serien gesammelt:

1. Der Arzt heilt jeden

Hierbei tut sich vor allem Dr. House hervor. Bei ihm gibt es immer die richtige Diagnose. Die Ironie dabei: Viele der bizarren medizinischen Fälle der Erfolgsserie haben die Autoren aus Autopsie-Akten ausgegraben. Die echten Patienten waren also schon tot, als die Krankheit letztlich erkannt wurde, recherchierte der amerikanische Medizinjournalist Andrew Holtz, der ein ganzes Buch über Houses Fälle verfasste.

Vor Fehleinschätzungen sind auch deutsche Ärzte nicht gefeit. Bei rund einem Drittel aller verstorbenen Klinikpatienten werden die Leiden nach Einschätzung der Bundesärztekammer falsch diagnostiziert. In rund 15 Prozent der Fälle hat die Fehldiagnose den Tod des Patienten zumindest mitverursacht.

(Foto: RTL)

21. Mai 2012, 10:112012-05-21 10:11:43 © Süddeutsche.de/beu