Grippeimpfung:Experten befürchten verminderte Wirksamkeit

  • Einer von drei Virustypen reagiert offenbar nicht optimal auf den aktuellen Impfstoff. Es ist ein besonders verbreiteter Erreger.
  • Experten raten dennoch zur Grippeimpfung.

Verbreiteter Erreger spricht nicht gut auf Impfstoff an

Der Grippeimpfstoff dieser Saison wirkt offenbar nicht optimal. Bei einem der drei derzeit zirkulierenden Virustypen müsse mit einer schwächeren Wirksamkeit gerechnet werden, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Der Typ namens A(H3N2) sei für gewöhnlich besonders stark verbreitet. Er habe schon häufiger zu schweren Grippewellen geführt.

Die Einschätzung der Experten beruht auf Daten aus den USA und mehreren europäischen Ländern - darunter auch Deutschland. Da die Impfstoffe aber vor den anderen Erregertypen schützten, werde eine Immunisierung trotzdem empfohlen.

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Grippezahlen sind noch niedrig

Jeden Winter zirkulieren neue Influenza-Subtypen. Die Impfstoffe müssen daher immer wieder maßgeschneidert werden - auf der Basis von Einschätzungen, die die Weltgesundheitsorganisation WHO lange vor Beginn der Grippesaison vornimmt. Mit ihrer Vorhersage liegt die Behörde mal mehr mal weniger richtig. Sie bestätigte bereits, dass sich für dieses Jahr Abweichungen zwischen Impfstoff und einem der Erreger andeuteten.

Die Infektions-Zahlen sind in Europa zwar gestiegen, bleiben aber derzeit insgesamt niedrig. Deutschland erlebt die Grippesaison für gewöhnlich im Januar und Februar.

© Süddeutsche.de/dpa/beu - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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