Gesundheit Das Ohr zur Welt

Anders als früher sind Hörgeräte mittlerweile kaum noch sichtbar. Trotzdem benutzen viele Schwerhörige keines.

(Foto: Vecchio/Getty Images)

Etwa 15 Millionen Deutsche hören schlecht. Nur wenige tun etwas dagegen, weil sie Angst davor haben, stigmatisiert zu werden. Dabei ist Schwerhörigkeit ein Risikofaktor für Demenz und Depressionen

Von Güven Purtul

Wer macht das schon: aufs Konzert gehen mit Ohrstöpseln? Die Party verlassen, wenn die Musik aufgedreht wird? Sich beim Torjubel in der Südkurve die Ohren zuhalten? Gewiss, wer so vernünftig ist, bleibt womöglich länger verschont, doch früher oder später leidet bei den meisten Menschen das Hörvermögen.

Schätzungen zufolge gibt es 15 Millionen Schwerhörige in Deutschland. "Zwölf Millionen von ihnen kann mit Hörgeräten geholfen werden", sagt Jürgen Kießling, langjähriger Leiter der Audiologie am Universitätsklinikum Gießen. Das heißt aber nicht, dass ...