Borreliose und FSME Wie gefährlich sind FSME und Borreliose?
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Wie gefährlich ist die FSMS?
Die meisten Erkrankten verspüren lediglich Beschwerden, die an eine Grippe erinnern: Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl. Bei etwa zehn Prozent von ihnen kommt es nach einer vorübergehenden Besserung erneut zu Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen. Zusätzlich treten Bewusstseinsstörungen, Koordinationsstörungen oder Lähmungen auf. Diese Beschwerden entstehen durch die Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute. Die Lähmungen sind meist vorübergehend, sie können in seltenen Fällen aber auch dauerhaft bestehen bleiben. Im Extremfall sterben die Patienten. Bei Kindern sind schwere Verläufe sehr selten.
Wie gefährlich ist die Borreliose?
Nach einem Zeckenstich kann sich die Einstichstelle röten und jucken. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, sondern eine kleinere Entzündungsreaktion, wie sie auch nach Insektenstichen vorkommen kann. Sie bildet sich innerhalb von wenigen Tagen zurück.
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Wenn sich hingegen drei bis 30 Tage nach einem Zeckenangriff ein roter Hautfleck an der Einstichstelle zeigt, sich ringförmig ausdehnt und einen Durchmesser von mehr als fünf Zentimetern erreicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der sich ausbreitende Fleck wird als "Wanderröte" oder "Erythema migrans" bezeichnet und ist ein typisches und häufiges Symptom der Borreliose-Infektion.
Ein Hinweis auf eine Infektion kann auch vorliegen, wenn innerhalb von sechs Wochen nach einem Zeckenstich grippeähnliche Beschwerden auftreten, etwa Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen. Sie können auch ohne "Wanderröte" vorkommen. Die Infektion wird mit Antibiotika behandelt. Meist heilt sie folgenlos aus.
In seltenen Fällen kommt es zu einer so genannten Neuroborreliose. Dabei befällt der Erreger das Gehirn und die Nerven. Dies kann zu Lähmungserscheinungen, schmerzhaften Nervenentzündungen oder einer Gehirnhautentzündung führen. Noch seltener entwickelt sich Monate bis Jahre nach einem Zeckenstich eine so genannte Lyme-Arthritis mit schmerzhaften Gelenkentzündungen.
Kompliziert wird die Borreliose dadurch, dass manche Menschen Jahre nach einem Zeckenstich Muskel- oder Gelenkschmerzen, starke Müdigkeit oder Gedächtnisstörungen spüren und auf den Zeckenangriff zurückführen. Ob zu recht oder unrecht, ist selbst unter Medizinern heftig umstritten.
Die Diagnose ist schwer zu stellen, denn zum einen sind die Symptome so unspezifisch, dass sie auch eine Vielzahl anderer Ursachen haben könnten. Zum anderen gibt es keinen eindeutigen Nachweis. Manche, aber nicht alle Patienten haben Antikörper im Blut. Andererseits finden Mediziner Antikörper auch bei Menschen, die keinerlei Beschwerden haben oder deren Infektion längst ausgeheilt ist. Die Mehrzahl der Ärzte geht allerdings davon aus, dass Spätkomplikationen längst nicht so häufig vorkommen, wie von Laien angenommen.