Alzheimer vorbeugen Ausreichend Schlaf schützt

Die Neurologin stellte zudem in Untersuchungen an 1.500 Menschen zwischen 60 und 90 Jahren in Ulm fest, dass Demenzkranke zu wenig Vitamin C und Beta-Carotin im Blut hatten. "Allerdings wissen wir nicht, ob die Demenz Ursache oder Folge dieses Mangels ist", so von Arnim. Die genauen Zusammenhänge zwischen Vitaminmangel und Demenz sind schwer zu beweisen. Fakt ist, dass ausreichende Vitamine sich in jeden Fall günstig auf die Gesundheit auswirken.

Schädlich für das Gehirn ist nicht nur ein Mangel an Nährstoffen, sondern auch zuwenig Schlaf. "Zwei unabhängig voneinander durchgeführte Studien aus den vergangenen vier Jahren legen nahe, dass ausreichend Schlaf die Ablagerung von Beta-Amyloiden reduziert", sagt Dieter Kunz, Chefarzt der Klinik für Schlaf- und Chronomedizin am Berliner St. Hedwig-Krankenhaus.

Beta-Amyloide, auch Plaque genannt, gelten als Hauptversursacher von Alzheimer. Sie lagern sich an den Gefäßen im Gehirn ab. Normalerweise wird Beta-Amyloid während des Nachtschlafs abgebaut. Bei Schlafentzug oder zu wenig Schlaf bleiben die gefährlichen Eiweißfragmente jedoch in den Gefäßen. Dort häufen sie sich auf Dauer zu harten, unauflöslichen Plaques an.

Studien zeigten zudem, dass Bluthochdruck und Diabetes eine Alzheimer-Erkrankung begünstigen können, auch wenn die genauen Mechanismen noch nicht klar sind. Auf jeden Fall sollten beide Erkrankungen frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden.