Alzheimer Eine Diät gegen das Vergessen

Viel Gemüse, frisches Obst und Geflügel könnten das Alzheimer-Risiko senken. Darauf deutet eine Studie von US-Wissenschaftlern hin.

Von Werner Bartens

Eine Ernährung, die viel Salate, Gemüse, Nüsse, frisches Obst und Geflügel enthält, könnte die Gefahr senken, an Alzheimer zu erkranken. Milchprodukte mit hohem Fettanteil, viel Fleisch und Butter stehen hingegen in dem Verdacht, das Risiko für die verbreitete Demenzerkrankung zu erhöhen.

Zu diesem Ergebnis kommen Alzheimer-Forscher um Yian Gu von der Columbia-Universität New York im Fachblatt Archives of Neurology (online), die gar von einer "schützenden Diät" sprechen.

Die Wissenschaftler hatten mehr als 2100 ältere Menschen jenseits der 65 untersucht und zu ihrer Ernährung befragt, die noch keine krankhaften Schwierigkeiten mit ihrem Gedächtnis hatten.

Weniger Demenz bei Menschen, die mediterrane Kost bevorzugen

Alle eineinhalb Jahre wurde die Analyse wiederholt. Nach vier Jahren waren 253 Probanden an Alzheimer erkrankt. Unter ihnen waren besonders viele, die sich fett- und fleischreich ernährt hatten. Teilnehmer, die sich mit mediterraner Kost ernährten, litten hingegen deutlich seltener an der Demenz.

"Es gibt Hinweise dafür, dass die Ernährung und das Risiko für die Erkrankung zusammenhängen", schreiben die Wissenschaftler. "Allerdings ist die bisherige Forschung dazu sehr uneinheitlich, was auch daran liegt, dass die Nahrung aus vielen Komponenten besteht, und sich einzelne Effekte daher nicht so gut nachweisen lassen."

Das günstige Diät-Muster in dieser Studie könnte mittels verschiedener Mechanismen wirken: Einige Vitamine senken den Homocystein-Spiegel, andere haben antioxidative Effekte. Eine fettarme Ernährung schließlich senkt die Wahrscheinlichkeit für Gefäßverkalkungen und Entzündungen, die ebenfalls zur Demenzentstehung beitragen können.