Bei Frust und Stress fressen sich Goldhamster genau wie Menschen Kummerspeck an. Vor allem die Furcht vor stärkeren Artgenossen verleite die Tiere dazu, mehr zu fressen als ihnen gut tut, berichtet das Magazin "Geo" unter Berufung auf Forschungsergebnisse der Georgia State University im amerikanischen Atlanta.

Die Wissenschaftler hatten jüngere Goldhamster mehrmals für jeweils sieben Minuten zu älteren, kräftigeren Exemplaren in einen Käfig gesperrt. Binnen Sekunden hatten sich die Neuankömmlinge dem "Chef" untergeordnet - und begannen schon bald, deutlich mehr zu fressen als zuvor.

Besonders viel Kummerspeck futterten sich die Hamster an, wenn die Konfrontation in unregelmäßigen Abständen erfolgte. Dies werteten die Forscher als Parallele zur Erfahrung beim Menschen, wonach unvorhersehbarer Stress schädlicher ist als gewohnte Belastung.

Die Forscher erhoffen sich nun Aufschluss über Faktoren, die beim Menschen zu Übergewicht beitragen - denn Hamster und Menschen sind hormonell miteinander vergleichbar: Unter Anspannung produzieren beide verstärkt das Appetit anregende Hormon Cortisol.

Ratten und Mäuse hingegen produzieren bei Stress Corticosterone, die den Hunger offenbar eindämmen, denn die Tiere nehmen unter Stress ab. Mit dieser Erkennnis hoffen Forscher laut Bericht, neue Medikamente gegen Fettleibigkeit zu entwickeln.

Quelle: www.medical-tribune.de