Soja, Feind der Spermien
Ernährung und Sexualität
24.07.2008, 10:43
Eine Portion Tofu pro Tag kann die Zahl der Spermien verringern. (Foto: iStockphotos)
Wenn Männer viele Sojaprodukte essen, kann sich die Anzahl ihrer Spermien verringern. Dies behaupten Ernährungsforscher der Harvard-Universität in Boston im Fachblatt Human Reproduction (online).
Besonders gering war die Spermienzahl bei jenen Männern, die viel Soja aßen und zudem dick waren. Der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Soja, das pflanzliche Hormone aus der Gruppe der Isoflavone enthält, und möglicher Unfruchtbarkeit konnte bisher nur bei Tieren nachgewiesen werden.
Jorge Chavarro und seine Kollegen untersuchten 99 Männer, die mit ihren Partnerinnen in einer Unfruchtbarkeitsklinik behandelt worden waren.
In der Gruppe jener Patienten, die am meisten Sojaprodukte - das heißt etwa eine Portion Tofu oder eine Sojamilch täglich - konsumierten, konnten im Durchschnitt nur 41 Millionen Spermien pro Milliliter Ejakulat nachgewiesen werden. Die Normalwerte liegen zwischen 80 und 120 Millionen Spermien.
Chavarro vermutet, dass die pflanzlichen Hormone die Spermienzahl beeinflussen. Dieser Effekt könnte durch Übergewicht noch vergrößert werden, da dicke Männer auch mehr von dem weiblichen Hormon Östrogen produzieren als ihre schlankeren Geschlechtsgenossen.
Sojabohnen werden bei Tieren als Futtermittel genutzt, finden aber auch als Fleisch- und Milchersatz in der vegetarischen Küche Verwendung.
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![]() 28.07.2008 08:40:03 A.Engling: Stammtischvermutungen zum Abwinken Wer soll anhand solcher ''Forschungs''-konstrukte die Ernährungswissenschaft noch ernst nehmen - die amerikanische schon gar nicht. Mr. Chavarro füttert also ein paar übergewichtige zeugungsunfähige Amerikaner zusätzlich mit etwas Soja u nd v e r m u t e t dann, dass die niedrige Spermienzahl durch das Soja bedingt ist, ohne uns zu verraten, wieviel Mio Spermien die Vergleichsgruppe hatte, 42Mio,43,Mio? Jetzt wird klar, warum die Chinesen nur ein Kind pro Paar zustande bringen. Stammte das Soja aus genmanipulierter Produktion, wie in USA üblich oder sprengt das den Rahmen der Untersuchung? Unzählige Faktoren bedingen eine niedrige Spermienzahl,wie z.B. Hormone im Trinkwasser bzw. in amerikanischem Fleisch etc., was die Aussagekraft dieser Vermutung auf die Wandparole eines Bahnhofsklos reduziert. Warum geht man nicht einfach her und zählt bei allen mit niedriger Spermienzahl die Vegetarier zusammen. Das durfte nach meiner objektiven Vermutung unter 0,1% liegen und dann wäre klar, dass Fleischfreaks, Donut- u. Colazombies die Mehrheit bilden. Etwas mehr kritischer Journalismus täte der SZ wirklich gut. ![]() Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage. |
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