In Manhattan sieht es etwas anders aus: Dort konnten sich die unteren Schichten in der Regel kein Wohneigentum leisten, selbst nicht zu Boomzeiten. Also gibt es nun auch weniger Probleme mit nicht gezahlten Krediten. Und: Wer hier ein Problem hat, sein Haus oder seine Wohnung zu halten, kann einer Zwangsversteigerung zuvorkommen und verkaufen - denn im Gegensatz zu anderen Orten gibt es in Manhattan noch Käufer, und die Immobilienpreise sind nicht so tief im Keller. Auch das hält die Zahl der Versteigerungen noch verhältnismäßig gering.

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Die tristen Vorstädte

Am ehesten macht sich die Krise in der Bronx, auf Staten Island und in Queens bemerkbar. Dort leben viele Hispanics und Afro-Amerikaner - ihnen wurden in den Boomjahren bevorzugt Kredite angedreht, die sie nun oft nicht mehr bedienen können.

Die meisten Versteigerungen gibt es in Nevada, Florida, Arizona und Kalifornien. Schuld sind vor allem die Verhältnisse in Städten wie Las Vegas und Miami: Dort wurde im Boom zuviel gebaut und finanziert. Auf den Internet-Friedhöfen bietet sich ein traurig-rotes Bild: Grabstein über Grabstein. Viele Schicksale, viele Leben.

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(SZ vom 12. 02. 2009/als)