Den Krankenkassen fehlt das Geld und die Versicherten müssen bluten. Die ersten Anbieter verlangen nun den maximalen Zusatzbeitrag.
Das Tabu ist gebrochen. Nachdem in der vergangenen Woche die DAK und andere Krankenkassen Zusatzbeiträge angekündigt haben, wagen sich jetzt immer mehr Kassen aus der Deckung - auch mit deutlich höheren Forderungen.
Acht Euro reichen längst nicht mehr. Die BKK Westfalen-Lippe fordert von ihren Versicherten zwölf Euro Zusatzbeitrag im Monat - zwei weitere Kassen verlangen sogar den Maximalbetrag. (© Foto: dpa)
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Während DAK, KKH-Allianz und andere Kassen mit einem Obolus von acht Euro im Monat zufrieden sind, stellen nun die ersten Anbieter die Maximalforderung. Die BKK Heilberufe und die GBK Köln verlangen rückwirkend zum 1. Januar von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag von einem Prozent des Bruttogehalts. Dieser wird bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben und kann somit höchstens 37,50 Euro im Monat betragen.
Bürokratischer Aufwand
Die GBK Köln hatte bereits im August 2009 für Aufsehen gesorgt. Als bundesweit erste Kasse hatte sie sich als bedürftig geoutet und einen Zusatzbeitrag verlangt - damals noch in Höhe von acht Euro monatlich. Doch das reicht nun offenbar nicht mehr aus. So müssen die 40.000 Versicherten nun den Maximalbetrag zahlen. "Exorbitante Kostensteigerungen" seien der Grund für die Anhebung, sagte Vorstandschef Helmut Wasserfuhr - der die Erhöhung sogar als sozial verteidigt: "Wir machen die Ein-Prozent-Regelung, weil das sozial gerechter ist, als von allen Versicherten acht Euro pauschal zu nehmen - egal, ob Student oder Mitglied mit 400.000 Euro Nettoeinkommen."
Teuer wird es auch für die Versicherten der BKK Heilberufe. Im April wird der erhöhte Zusatzbeitrag erstmals für das gesamte erste Quartal eingezogen werden, anschließend wird das Geld monatlich erhoben. Ein Sprecher sagte, so bleibe ausreichend Zeit, die Versicherten vorab zu informieren. Die Mitglieder können von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, wenn ihre Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt.
Mehr Geld von den Versicherten verlangt auch die BKK Westfalen-Lippe. Der monatliche Zusatzbeitrag wird auf höchstens zwölf Euro festgesetzt, sagte ein Sprecher zu sueddeutsche.de. Alle, die weniger als 1200 Euro verdienen, müssen ein Prozent ihres Monatseinkommens zahlen. Am 25. März bittet die BKK Westfalen-Lippe ihre Versicherten erstmals zur Kasse, rückwirkend für die Monate Februar und März. Danach wird der Zusatzbeitrag quartalsweise eingezogen.
Auch Vorstandschef Willi Tomberge, der Chef der BKK Westfalen-Lippe, verteidigte den Zusatzbeitrag als sozial gerecht: "Die acht Euro zahlen also Student und Unternehmer gleichermaßen, unsere zwölf Euro hingegen werden bei Versicherten, die unter 1200 Euro haben, angepasst." Ein Student mit 500 Euro Einkommen zahle also nur fünf Euro Zusatzbeitrag.
Eine Pauschale von acht Euro, wie sie beispielsweise von der DAK gefordert wird, kann von den Kassen ohne weitere Prüfung eingefordert werden. Liegt der Betrag jedoch darüber, muss das Einkommen der Versicherten geprüft werden. Denn der Gesetzgeber hat festgelegt, dass kein gesetzlich Versicherter mehr als ein Prozent seines Bruttogehalts zusätzlich an seine Kasse überweisen muss. Für die Unternehmen selbst bedeutet diese Prüfung einen hohen bürokratischen Aufwand.
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(sueddeutsche.de/dpa/dpa-AFX/tob/mel)
Also wenn die Kasse meint, sie kann den maximalen Zusatzbeitrag verlangen, da kann ich nur sagen: im Augenblick müßten da ALLE Versicherten dieser Kasse mit Sonderkündigung reagieren. Ausnahmslos ALLE. Dann hat die Kasse gar keine Versicherten mehr und kann dicht machen.
Derzeit geht das noch. Wozu Kassen belohnen, die nicht wirtschaften können?
Da in seinem Busch-Regen-Paradies alles privatisiert ist, fliesst eh alles in die Taschen derer, die bestimmen, und da ist es egal, ob das ueber den Kanal Gesundheit oder den Kanal Ruestung reinkommt.
Aber was erwarten Sie von jemandem, fuer den Reagan ein Idol ist?
14,9% Beitrag plus Pflege auf sind Monatsbeiträge von bis zu 600. Privat versichert kostet ein Erwachsener etwa 140. Ohne Quartalseintritt, ohne Rezeptgebühr. Die Ausgaben der TKK im Jahr 2007 lagen bei etwa 3500 p.a. je zahlendem Versicherten. Bei den typischen Ehepaaren also 150 je Kopf, daher ist 140 "pro Kopf Kosten" eines Erwachsenen im Pauschaltarif nicht wirklich unlogisch.
Sie müssen bei den prozentualen Beiträgen in LU berücksichtigen, dass das Pro Kopf Einkommen in Luxemburg _erheblich_ höher ist wie bei uns. Die Armutsgrenze eines Singles liegt in LU bei etwa 1450, in .de sind es etwa 750 (entspricht pi mal Daumen dem ALG-II Regelsatz). Die ganzen "reichen" EU Beamten und Banker treiben den Schnitt gewaltig nach oben. Damit ist der Topf bei niedrigerem Beitragssatz relativ gut gefüllt.
Soviel Unsinn liest man selten, seit wann ist es denn egal wo das Geld hingeht? Ob Jobs in der Gesundheits- und Altersversorgung geschaffen werden ist schon was anders als ob Jobs in der Rüstung geschaffen werden...
aber wenn Du es noch hundertmal sagst, ich kann keinen Frust und Hass finden bei mir, ich schau gerne nochmal nach, moment, mh, hier nix, da auch nix, ne, da hinten auch net, also echt sorry, kann Dir damit nicht helfen.
Bist Du sicher dass Du die GKV verstanden hast? Da ist kein Wettbewerb, wie denn auch, alle muessen dasselbe bezahlen und bekommen die gleichen Beitraege, die Strukturen ueberall gleich und die Garantie zu ueberleben, wie schlecht auch immer sie sind, Planwirtschaft halt. is sich nix mit Wettbewerb.
Die Neunziger waren eben keine Schuldenorgie, schau Dir die Daten an, relativ zur Wirtschaftsleistung, schau Dir an wieviel neue Jobs geschaffen wurden etc, etc.
Deine letzten beiden Saetze unterstuetze ich voll, wobei dabei unerheblich ist ob das Ruestung oder sonstwas ist. Wobei Du halt mit der Ruestung vorsichtig sein musst, das kommt halt auf die weltpolitische Lage an, und die war in den 80igern noch nicht so weit. Und nur mal so am Rande, wobei das jetzt wirklich vom eigentlichen Thema hier wegfuerht, die Kuwaiter waren schon froh dass da noch jemand da war, der sie von dem Ueberfall von Saddam befreit hat, aber wie gesagt, anderes Thema.
Paging