Streit ums Kilometergeld: Der Arbeitsweg der Deutschen beschäftigt derzeit das Bundesverfassungsgericht. Doch wer pendelt überhaupt? Ein Überblick.
Der Arbeitsweg der Deutschen beschäftigt derzeit das Bundesverfassungsgericht. Die Richter sollen entscheiden, ob die Kürzung der Pendlerpauschale rechtens ist. Denn seit vergangenem Jahr wird die Entfernungspauschale von 30 Cent nur noch für den 21. und jeden weiteren Kilometer Fahrtstrecke gezahlt - ob diese Änderung gegen das Grundgesetz verstößt, darüber soll das höchste deutsche Gericht entscheiden. Mit einem Urteil wird bis Ende des Jahres gerechnet.
Tägliche Nervenprobe: Berufspendler benötigen häufig viel Geduld. Vor dem Bundesgerichtshof geht es nun um ihr Geld. (© Foto: dpa)
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Während sich die große Koalition gegen eine Rückkehr zur alten Regelung wehrt - zuletzt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) -, hat die CSU das Thema bereits für den Wahlkampf entdeckt. Kein Wunder, sind doch Millionen Deutsche von der Kürzung betroffen - und zudem gilt Bayern als Heimat vieler Pendler.
Doch wie sieht es in der Pendlerrepublik Deutschland aus? Wer fährt mit dem Auto zur Arbeit, wer mit Bus oder Bahn? Wie weit ist die Strecke zum Job, und wie lange sind die Deutschen dorthin unterwegs? Antworten liefern Zahlen von Finanzministerium, Verkehrsministerium und aus der Befragung "Mikrozensus 2004" des Statistischen Bundesamtes.
Lesen Sie weiter, wie viele Menschen in Deutschland pendeln.
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Debatte über Urheberrecht
Das ist ein Missverständnis. Ich hatte Sie ausdrücklich von meinem Widerspruch ausgenommen. Wie schön, groß und günstig Wohnungen auf dem Land sein können, ist mir bekannt.
Ich hab nicht behauptet, dass jeder auf dem Land sein eigenes Haus hat. Aber die Mieten sind sehr günstig.... im Rhein/Main Gebiet kostet eine anständige Wohnung ca 10/qm Kaltmiete, irgendwo im Rheingau oder Hintertaunus sind es 5. Bei 100qm einer 4-köpfigen Familie macht das einen Nettounterschied von lockeren 500 im Monat, für die ein normaler Arbeitnehmer etwa 1000 brutto im Monat mehr verdienen muss. Für 500 Nettounterschied kann man durchaus einen alten Golf finanzieren und unterhalten, hat dennoch etwas übrig. Braucht man auch, denn die halbe Stunde mehr Anfahrtsweg auf dem Weg zur Arbeit ist privat auch was wert.
Ist doch mal ein Ansatz über den man nachdenken sollte.
Zwei Behauptungen, die nicht von Ihnen gemacht wurden, möchte ich übrigens auch widersprechen:
1. Es ist nicht so, dass in den Dörfern und Kleinstädten jeder sein eigenes Haus hat.
2. Nicht jeder zieht in die Großstadt, weil dort angeblich die Lebensqualität so gut ist.
Letzteres Argument wird besonders häufig von Oberbürgermeistern verwendet, die überzogene Mieten begründen wollen.
... Herrn Gabriel oder Herrn Steinbrück erzählt und in der Presse verbreitet wird, wird er zum Schluß auch noch geglaubt!
Nach dem derzeitig gültigem Steuerrecht sind Werbungskosten Aufwendungen, die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen, sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind (dazu auch §9 EStG). Zumindest war noch niemand so dreist, zu verneinen, daß durch den regelmäßigen Weg zur Arbeitstätte dem Arbeitnehmer Aufwendungen entstehen und er auf der anderen Seite Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit erzielt.
Nun wird plötzlich, da der Staat ja Einnahmen braucht, zwischen "guten" und "schlechten Aufwendungen unterschieden. Die guten sollen weiter werbungskostenabzugsfähig sein, die schlechten fallen weg. Jede steuerliche Systematik wird verhöhnt und keiner braucht sich mehr über die Undurchsichtigkeit des Steuerrechts wundern.
Das Steuerrecht dient in erster Linie der Einnahmenerzielung des Staates. Das System wird aber durch Aufbürden von anderen Funktionen, eine umweltpolitische Steuerkomponente gehört dazu, mit immer mehr Ausnahmetatbeständen undurchsichtig und unverständlich. Für die Bebauung und Besiedlung gibt es Landessiedlungspläne, die aber jeder Dorfbürgermeister aushebeln kann. Außerdem tragt das exzessive Ausweisen von Gewerbegebieten ebenso zur Umweltzerstörung bei. Dies sind aber Betriebsausgaben und da greift die Pendlerpauschale nicht!
"Für München würde dies beispielsweise bedeuten, dass die sowieso schon hohen Mieten noch weiter steigen, da die Nachfrage auch größer wird."
Frankreich das das Dilemma "Pendlen und billig wohnen" bzw. "nicht pendeln und hohe Mieten" ganz geschickt gelöst. Dort sind pauschal 10% des Arbeitseinkommens als Werbungskosten steuerfrei. Man kann sich in Paris (wo 20% aller Franzosen leben) aussuchen, ob man die horrenden Mieten bezahlt oder horrende Zeiten mit der Metro oder gar dem Auto unterwegs ist.
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