Rechnet sich die Investition in ein Eigenheim oder ist Mieten doch günstiger? Die Entscheidung hängt vom Standort ab.
Kaufen oder mieten? Das ist die vielleicht wichtigste wirtschaftliche Frage, die man sich im Laufe seines Lebens stellt. Schließlich ist die Finanzierung einer eigenen Immobilie ein finanzieller Kraftakt. Und manchmal kann die Entscheidung für das eigene Haus auch zur nervlichen Kraftprobe werden.
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(© SZ Graphik: H. Ang.; Quelle: LBS)
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Das musste jedenfalls Familie H. erfahren. Nach langem Suchen fand das Ehepaar mit zwei Kindern ein passendes Neubauprojekt in München. Nachdem die Finanzierung gesichert war, sollte das Bauen losgehen.
Verspätungen und Unterbrechungen
Der Generalunternehmer fing jedoch verspätet an, und dann wurden die Bauarbeiten über Monate hinweg immer wieder unterbrochen, weil die Handwerker vom Unternehmer kein Geld bekommen hatten.
Am Ende hatte die Familie zwar strapazierte Nerven - ins eigene Haus konnte sie trotzdem einziehen. Ob sich die Entscheidung gerechnet haben, ist noch unklar. "Der Kaufpreis war fair, wir konnten einziehen und zahlen jetzt keine Miete mehr", sagt die Ehefrau.
Mit etwas Glück gewinnt das Grundstück an Wert
Wenn sie Glück hat, ist das Grundstück, auf dem das Haus steht, in einigen Jahren viel teurer als zum Zeitpunkt des Kaufes. Immobiliengewinne liegen in der Regel an gestiegenen Grundstückspreisen.
Wer sich für eine eigene Immobilie entscheidet, sollte also darauf achten, dass das Haus oder die Wohnung am richtigen Platz ist. "Vor 20 Jahren konnte man ein Haus oder eine Wohnung kaufen, ohne sich großartig Sorgen über die Wertentwicklung zu machen. Das ist jetzt anders", sagt Tobias Just, Immobilienanalyst bei der Deutschen Bank.
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