Wohnungen Vielerorts teurer

Ein Ranking zeigt, wie sich weltweit die Immobilienpreise entwickelt haben. In vielen Ländern sind Wohnungen teurer geworden. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Teure Grundstücke, steigende Preise, hohe Mieten - Deutschland ist mit diesen Problemen nicht allein. Wie der "Global House Price Index" der britischen Immobilienberatung Knight Frank zeigt, sind in vielen Ländern die Preise für Wohnimmobilien deutlich gestiegen. Das Unternehmen hat die Preisentwicklung von Objekten mit "mittlerer Qualität" in 55 Ländern untersucht.

Mit einem Preisanstieg von nominal 7,9 Prozent innerhalb eines Jahres liegt Deutschland auf dem zehnten Platz. Ganz vorne im Ranking befindet sich die Türkei. Dort sind die Häuserpreise innerhalb eines Jahres mit 13,9 Prozent besonders kräftig gestiegen. Auch in Neuseeland (11,2 Prozent) und Kanada (10 Prozent) mussten Käufer deutlich tiefer in die Tasche greifen. Mit Schweden, Österreich und Island befinden sich neben Deutschland noch drei weitere europäische Länder in den Top Ten.

Allerdings: In einigen Ländern Europas sind Wohnimmobilien im Mittel sogar günstiger als vor einem Jahr. So sind die Preise laut Knight Frank in Griechenland und Italien gesunken. Auch in Frankreich sind Häuser zuletzt im Mittel günstiger geworden. Deutlich gefallen sind die Preise in einigen asiatischen Ländern, so etwa in Hongkong (- 8,1 Prozent), Taiwan (- 9,4 Prozent) oder Singapur (-2,4 Prozent). Ursachen dafür sind laut Knight Frank vor allem ein schwaches Wirtschaftswachstum und der starke US-Dollar. Weniger wert sind Wohnimmobilien auch in Brasilien, allen voran in Rio mit minus 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Mittelfeld des Rankings befinden sich die großen Wohnungsmärkte Chinas (+5,9 Prozent Preisanstieg) und der USA (+5,1 Prozent).