Von Andreas Schätzl

Nach Jahren der Stagnation wird Wohnen wieder teurer. In Süddeutschland fällt die Steigerung - wen wundert es? - besonders heftig aus. Das geht aus dem aktuellen Mietspiegelindex eines Hamburger Forschungsunternehmens hervor.

1,6 Prozent mehr Miete als im Vorjahr ist im durch Bundesdurchschnitt für eine 65 Quadratmeter große Wohnung fällig. In Süddeutschland beträgt die Steigerung allerdings satte 3,6 Prozent. Das hat das Hamburger Forschungsunternehmen F+B auf der Basis aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland ermittelt.

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Die Durchschnittsmiete beträgt für die 65-qm-Musterwohnung 5,81 €/qm. Im Süden sind es hingegen durchschnittlich 6,24 bis 6,97 €/qm, in Ostdeutschland dagegen nur 5,17 €/qm.

Preiswerte Hauptstadt

München und Umgebung behaupten unangefochten ihre Spitzenpositionen. In München zahlen Mieter 62 Prozent mehr für ihre Wohnung als der Bundesdurchschnitt. Umgerechnet bedeutet das im Schnitt 9,41 €/qm - eine um 70 Prozent höhere Kaltmiete als zum Beispiel in Berlin (5,58 €/qm).

Ebenfalls nicht gerade billig ist das Stuttgarter Umland: Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen liegen jeweils 31 Prozent über dem Durchschnitt. Köln (7,44 €/qm) ist teurer als Frankfurt und Hamburg mit jeweils knapp 7 €/qm.

Insgesamt, so der Index von F+B, bestehe nach wie vor ein deutliches West-Ost-Gefälle. Der Münchner Großraum habe ungebrochen eine Sonderstellung.

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(sueddeutsche.de)