Nach Jahren der Stagnation wird Wohnen wieder teurer. In Süddeutschland fällt die Steigerung - wen wundert es? - besonders heftig aus. Das geht aus dem aktuellen Mietspiegelindex eines Hamburger Forschungsunternehmens hervor.
1,6 Prozent mehr Miete als im Vorjahr ist im durch Bundesdurchschnitt für eine 65 Quadratmeter große Wohnung fällig. In Süddeutschland beträgt die Steigerung allerdings satte 3,6 Prozent. Das hat das Hamburger Forschungsunternehmen F+B auf der Basis aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland ermittelt.
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Die Durchschnittsmiete beträgt für die 65-qm-Musterwohnung 5,81 €/qm. Im Süden sind es hingegen durchschnittlich 6,24 bis 6,97 €/qm, in Ostdeutschland dagegen nur 5,17 €/qm.
Preiswerte Hauptstadt
München und Umgebung behaupten unangefochten ihre Spitzenpositionen. In München zahlen Mieter 62 Prozent mehr für ihre Wohnung als der Bundesdurchschnitt. Umgerechnet bedeutet das im Schnitt 9,41 €/qm - eine um 70 Prozent höhere Kaltmiete als zum Beispiel in Berlin (5,58 €/qm).
Ebenfalls nicht gerade billig ist das Stuttgarter Umland: Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen liegen jeweils 31 Prozent über dem Durchschnitt. Köln (7,44 €/qm) ist teurer als Frankfurt und Hamburg mit jeweils knapp 7 €/qm.
Insgesamt, so der Index von F+B, bestehe nach wie vor ein deutliches West-Ost-Gefälle. Der Münchner Großraum habe ungebrochen eine Sonderstellung.
(sueddeutsche.de)
Ägypten
und Panikmache, spätestens an den vielen leeren Wohnraum merkt man, Gott seis gedankt, das diese Raffgeier falsch liegen.
Trotz F+B hoffe ich für München auf zumindest nichtsteigende REALmieten. Seit geraumer Zeit stehen sehr viele Immobilien zum Verkauf und etliche zu vermietende Immobilien sind Dauergast bei Immo.Scout. Lässt die Münchner Immobilienblaaaase eher Luft ab?...
Absolut Ihrer Meinung! Als privater Vermieter kommt man sich seitens des Mietrechts/Rechtsprechung langsam ein wenig verschaukelt vor! Wohnraum soll man zur Verfügung stellen, aber wenn dann die Miete nicht gezahlt wird, dann kann man zusehen, wie man an sein Geld kommt! V.a. sehen einige Personen lediglich auf die Mieteinnahmen, die der Vermieter erhält. Dass eine Wohnungsrenovierung gerne mal 40.000 Euro und mehr kostet, das wird dann schön übersehen! Lukrativ ist Vermieten für Private m.E. nicht mehr. Andere Anlageformen bieten da mehr Rendite!
Jeder freut sich wie ein Honigkuchenpferd, wenn der BGH mal wieder die Rechte der Mieter stärkt. Inzwischen überwiegen diese Rechte bei weitem die Rechte der Vermierter. Privatpersonen, welche die finanziellen Möglichkeiten hätten, neue Immobilien zu bauen, lassen deshalb inzwischen ihr Geld lieber auf der Bank. Und die Großinvestoren, welche sich das trotzdem leisten können, erhöhen dann halt die Mieten. So ist das dann halt.
die Bundesregierung vielleicht? Schließlich sind die Wohnungsbauförderungen als Subventionen radikal abgebaut worden (andere Subventionen dagegen nicht). Mietwohnungen sind nicht mehr als Investition interessant, liegt besonders am Mitrecht und diversen Zweckbindungen: man wird ein solchen Haus nicht mehr los.
Deswegen auch der Niedrigrekord am Bau. Auch nicht zur Freude der Umweltschützer - es bleibt beim Status vieler schlecht gedämmter Altbauten, deren Modernisierung oder Abbruch wirtschaftlich / rechtlich sinnlos ist.
Nur weiter so?