Union und SPD stehen nach zweijähriger Debatte vor einer Einigung über das Fördern von selbstgenutztem Wohneigentum im Rahmen der Altersvorsorge.
Das Gesetz soll bis zum Sommer unter Dach und Fach sein, die sogenannte Eigenheimrente rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft treten, verlautete aus Koalitionskreisen in Berlin.
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Künftig soll es offenbar möglich sein, das in einem Riester-Vertrag angesparte Vermögen einschließlich aller staatlichen Zulagen komplett zum Erwerb einer Immobilie zu verwenden. (© Foto: dpa)
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Im Kern soll künftig angesammeltes Geld aus einem "Riester-Vertrag" entnommen werden können, damit man sich schneller eigene vier Wände kaufen kann. Auch die Tilgung von Darlehen soll direkt gefördert werden.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll es möglich sein, das in einem Riester-Vertrag angesparte Vermögen einschließlich aller staatlichen Zulagen komplett zum Erwerb einer Immobilie zu verwenden. In einem ersten Gesetzentwurf (Stand 7. Februar) der Regierung war von nur 75 Prozent die Rede.
Änderungen gegenüber dem Entwurf soll es auch im Zusammenhang mit sozialen Härtefällen bei der Wohnungsbauprämie geben. Weitergehende Plänen der Fraktionen sehen auch die Förderung des Einkaufs in ein Altenheim vor.
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- Bausparkassen Scharfe Kritik an "Wohn-Riester"-Plänen 30.10.2007
- Förderung Mit Riester-Zulage Zinsen tilgen 16.02.2006
- Förderung Riester und die eigenen vier Wände 25.01.2006
Nur warum auf selbstgenutzte Immobilien beschränken?
Bei dem unsicheren Arbeitsmarkt heutzutage kommt es nicht selten vor, dass jemand eine vormals selbstgenutzte Immobilie verlassen und in eine andere Stadt umziehen muss.
Da die Immobilie aber weiterhin finanziert und gleichzeitig in der neuen Stadt eine Wohnung gemietet werden muss, ist er gezwungen seine Immobilie zu vermieten.
Gewinn = Null, aber keine Eigenheimförderung mehr.
Ist das gerecht? Eine Altersvorsorge bleibt diese momentan nicht selbst genutzte Wohnung doch trotzdem. Zum mietfreien Wohnen in Alter oder zum Verkauf, um den Lebensabend, Pflegekosten, etc. zu finanzieren.
Ich fände es gerechter pro Haushalt eine Immobilie zu fördern, unabhängig davon, ob sie selbstgenutzt oder vermietet ist. Sonst wird auch hier wieder derjenige, der sich auf dem Arbeitsmarkt flexibel zeigt, bestraft.
Jedoch, was die Immobilie als Kapitalanlage angeht - Herr Flick (wohl einer der reichsten Deutschen) hatte 10 % seines Vermögens in Immobilien angelegt - wohl nicht ohne Grund!
die früher die Eigenheimzulage verschlungen hat, werden jetzt von IKB & Co. verschlungen. Ich finde am amerikanischen Immobilienmarkt sind sie auch wesentlich besser aufgehoben als am deutschen.
Warum gibt es in Anbetracht dieser Verschwendung von Steuergeldern niemanden, der gegen dieses System rebelliert? Die Steuermilliarden werden nur in die Banken versenkt, damit der Anleger Scheich XY oder Besserverdiener Zumwinkel & Co sein Geld, das er den Banken für spekulative Zwecke geliehen hat und das über windige Derivate den amerikanischen Haushalt (und somit den Krieg im Irak) subventioniert hat, wieder zurückbekommt.
Nun zurück zum Thema:
Ich finde es klasse, daß die Regierung wieder Instrumente zur Förderung von Wohneigentum einführt.
Wie man an den derzeitigen Turbulenzen erkennen kann sind die bisherigen rein Kapital- gedeckten Instrumente zur Alterssicherung keineswegs so sicher (hohe Inflation, Börsenturbulenzen), wie man den Käufern von Rieser-Produkten weisgemacht hat. Insofern ist es sehr sinnvoll Wohneigentum zu fördern.
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