Bislang bieten nur wenige Banken und Versicherungen die Ende 2008 eingeführten Riester-Darlehen zur Finanzierung des Eigenheims an.

Daher seien die Darlehen zum so genannten Wohn-Riester im Schnitt teurer als solche ohne Förderung, berichtet die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest (Aprilausgabe).

Anzeige

So liege das günstigste überregional gültige Angebot für ein Riester-Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung bei 4,81 Prozent, während es bei Krediten ohne Riester-örderung nur 3,92 Prozent seien. Bei 15-jähriger Zinsbindung sind es beim Riester-Darlehen 4,81 Prozent und ohne Förderung 4,40 Prozent.

Wegen der höheren Zinsen gehe ein Großteil der Förderung verloren, erläutern die Experten. Dennoch seien die Riester-Darlehen wegen der Zulagen und Steuervorteile für die meisten Interessenten noch immer die günstigere Variante.

Die Wohn-Riester Förderung gilt seit November 2008. Wer sein Haus oder seine Wohnung nach 2007 gekauft oder gebaut hat, bekommt für die Tilgung des Darlehens die gleichen Zulagen und Steuervorteile wie für einen herkömmlichen Riester-Sparvertrag.

Voraussetzung ist jedoch, dass man die Immobilie selbst bewohnt und das Darlehen spätestens bis zum 68. Lebensjahr zurückgezahlt wird. Außerdem muss der Kreditvertrag von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zertifiziert sein.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/AP/als)