Die Zeichen stehen auf Absturz: Kaum ist der Aufschwung da, schon mehren sich die Indizien, dass die größte Volkswirtschaft der Welt nach der Finanzkrise schon wieder in die Rezession strauchelt - mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft.
Die Energiekrise wirkt nach. Die Arbeitslosigkeit steigt, ebenso die Inflation. Vor allem Bau- und Automobilunternehmen stecken tief in der Krise. Banken leiden unter Kreditausfällen, haben sich zu Hunderten mit hochspekulativen Geschäften beinah selbst ruiniert. Der Staat muss ihnen mit gewaltigen Summen sogenannte "schlechte Kredite" abkaufen. Es kommt zur Rezession, einer kurzen. Doch die Situation verschlechtert sich kurz darauf noch einmal. Ein zweiter Abschwung setzt nur wenige Monate später ein: der gefürchtete "Double Dip" - die Rezession nach der Rezession. Amerika spricht von der "Great Recession". Es ist das Jahr 1980.
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Amerika droht der "Double Dip". Und Präsident Obama sind die Hände gebunden. (© dpa)
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Drei Jahrzehnte später droht erneut der "Double Dip", der zweifache Abschwung. Die Analysten des britischen Economist glauben, die Chancen dafür seien "alarmierend" gestiegen und beziffern sie auf 50 Prozent.
Dabei glaubte US-Präsident Barack Obama, die richtigen Lehren aus dem Krisenjahr 1980 gezogen zu haben. Die US-Regierung hatte damals nach der zweiten Rezession Geld auf den Markt geworfen, die Wirtschaft stimuliert, Milliarden investiert und so die Rezession beendet - fast so schnell, wie sie gekommen war.
Als 2008 Bau- und Automobilunternehmen ums Überleben kämpfen, die Arbeitslosigkeit steigt und nach der Pleite des Finanzriesen Lehman Brothers Dutzende Banken vor dem gleichen Schicksal bewahrt werden müssen, steuert Obama mit einem gewaltigen Konjunkturförderprogramm gegen. Gesamtvolumen: etwa 787 Milliarden US-Dollar. Der Abschwung endet im Juli 2009, plötzlich ist da wieder Hoffnung. Doch nicht allzu lange. Die Krise kehrt schnell zurück. Der Schuldenstreit belastet die Märkte, die Zahlungsunfähigkeit wird erst in letzter Minute abgewendet.
Washington versucht die Einigung als große Rettung zu verkaufen, doch der S&P-Index, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, bricht an diesem Tag so stark ein wie seit einem Jahr nicht mehr. Die Aktienmärkte weltweit befinden sich seither auf Talfahrt.
Und auch wenn sich die Lage am US-Arbeitsmarkt etwas aufgehellt hat: Immer noch sind 9,1 Prozent der erwerbsfähigen Amerikaner ohne Job. Die Gewinne der Unternehmen sind aufgrund der extrem niedrigen Zinsen zwar stark gestiegen, neue Arbeitsplätze haben die Konzerne bislang allerdings nur wenige geschaffen. Bereits am 29. Juli hatte die US-Regierung Zahlen veröffentlicht, die über das wirtschaftliche Wachstum Aufschluss geben sollen. Die Zahlen zeigen, dass die Rezession im Jahr 2008 weitaus tiefer ging als bislang angenommen. Immer noch sind die Schulden von Millionen Amerikanern höher als der Wert ihrer Häuser. Und: Die Daten lassen eine Stagnation für das erste Halbjahr 2011 befürchten.
Und das vor allem, weil Obama sparen muss. Der US-Präsident konnte zwar den Staatsbankrott abwenden, doch jetzt bleibt ihm nur noch die Rolle des Mangelverwalters, seine Handlungsfähigkeit ist stark eingeschränkt, ein großes Konjunkturprogramm wie in den Jahren 1982 oder 2009 wird es nicht geben können. Zwar hat der Präsident Investitionen in die Infrastruktur seines Landes gefordert, doch der Kongress und dort vor allem die Republikaner werden diese wohl nicht genehmigen.
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Venizelos kritisiert IWF-Chefin
dort wird noch einmal bewiesen, daß der Bail out der Banken durch den Staat in den USA ein Staatstreich war. So kam die Wall Street ans Geld der Steuerzahler. Es war eine vom Kongress zunächst wegen Empörung der Bevölkerung abgelehnte Aktion, die Abstimmung wurde mit professioneller Vorbereitung und Angstszenarien (Weltuntergang) wiederholt mit für die Wall Street positivem Ausgang. Der Staat hat mittlerweile nicht mehr die Macht, die Vermögenden angemessen zu besteuern. Letztere sitzen in den Schaltstellen des Systems und blockieren alle Steuererhöhungen.
Die Krisen sind gigantische Geldumverteilungsmaschinen. Die Kontrolleure an den Schaltstellen haben dabei ungeheuer verdient.
dass die SZ von "Aufschwung" plappert zeigt nur, dass sie die hohlen Phrasen der Politik einszueins wiederkäut. Wer seine fünf Tassen im Schrank hat, dem muss klar sein, dass es kein Entrinnen gibt. Die Karre ist an die Wand gefahren, auch wenn die sogenannten Leitmedien in sklavischer Erfüllung ihres staatstragenden Verharmlosungsauftraggs unverdrossen Beschönigungsrethorik betreiben. Diese Krise war eine mit Ansage, niedergehalten auch durch das immer wieder beschwichtigende Eingreifen z.B. ihrer Zeitung, die den uns regierenden Lakaien der Finanzindustrie immer neuen Kredit gewährt. Ihre Leser haben es besser gewusst, nur scheinen Sie es nicht nötig zu haben, die generös zugestandenen Lesermeinungen in irgend einer Form ernst zu nehmen. Täten Sie das, müsste ihr Ton gegenüber dem aktuellen Geschehen endlich mal ein anderer sein.
einer der weltweit niedersten Werte. Würden die deutschen Vermögenden wie die in den USA, Frankreich oder Großbritannien besteuert, würden jährlich 75 Mrd. Euro mehr in die Staatskasse fließen.
Aber: Tiefstes Scheigen in den Medien oder Argumente wie: "Die Leistungsträger zahlen eh shon genug".
Die Wohlhabenden in den Industrieländern müssen zur Verhinderung des wirtschaftlichen Kollaps durch eine hohe Besteuerung in die Pflicht genommen werden, bevor es auch für diese Bevölkerungsschicht noch teuerer wird ( siehe Steuerpolitik der USA nach dem Wirtschaftskollaps 1929 ).
... sollte man sich daran ermahnen, dass gerade wir deutschen uns über jeden amerikanischen Dollar freuen, der "auf Pump" in unsere Luxuswahren gesteckt wird.
Anstatt wirklich mal "Fortschritt durch Technik" auszustreben und sich Gedanken über zukunfsfaehige Konzepte zu machen, pumpen wir lieber mehr Pferdchen und Elektronik in SUV Dinos.
Paging