Von Thomas Öchsner und Marco Völklein

Wie werden die Spareinlagen der Bürger bei Bankpleiten gesichert? Und bei welchen Geldanlagen ist Vorsicht angebracht?

Das hat es noch nie gegeben: Zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte gibt eine Bundesregierung eine Garantie für alle privaten Einlagen auf Spar- und Girokonten ab. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will so Panik unter den Anlegern verhindern. Trotzdem fragen sich immer mehr Bankkunden: Wie sicher ist mein Geld eigentlich? Die Antwort lautet: Es gibt keinen Grund, jetzt in großem Stil Geld bei der Bank abzuheben und es unter die Matratze zu legen. Das Ersparte ist im Prinzip sicher, es kommt jedoch auch auf die Anlageform und das Einlagensicherungssystem an - ein Überblick.

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Gesetzliche Sicherung:

Jede private Bank, die in Deutschland Geschäfte betreiben will, hat der Gesetzgeber dazu verpflichtet, in einen Rettungstopf einzuzahlen: die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Zu den privaten Banken zählen zum Beispiel die Deutsche Bank, die Postbank und die Hypo-Vereinsbank. Die Entschädigungseinrichtung untersteht staatlicher Kontrolle und sichert 90 Prozent der Einlagen eines Sparers ab, höchstens allerdings 20.000 Euro. Sollte das Geld aus dem Rettungstopf im Falle einer Bankpleite nicht ausreichen, müssen die privaten Banken Geld nachschießen. Die Pflicht ist "unbegrenzt und sehr rigide im Gesetz geregelt", erläutert der Bankenverband. Die Töchter einiger ausländischer Geldinstitute bieten nur diese Mindestsicherung. Dort sollten Anleger deshalb auch nicht mehr als 20.000 Euro anlegen.

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