Unten zwei Zimmer, Küche und Flur, unter dem Dach noch einmal zwei Räume und das Bad: Viele ältere Einfamilienhäuser haben wenig Wohnfläche und kleine Zimmer. Aber da lässt sich was machen.
Denn durch Umbau- oder Erweiterungsmaßnahmen lassen sie sich an heutige Ansprüche anpassen.
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Leicht, aber dennoch stabil: Für Aufstockungen ist die Holzbauweise oft ideal. (© Foto: BDF/dpa/tmn)
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Häuser, die vor 50 oder 60 Jahren gebaut wurden, sind gerade für jüngere Käufer mit Kindern interessante Objekte - trotz der oft kleinen Wohnfläche. "Ihr größter Vorteil gegenüber Neubauten liegt darin, dass sie oft in attraktiven, gewachsenen Wohngegenden liegen", sagt Ulrich Zink, Architekt und Geschäftsführer des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung in Berlin. Dazu kommen die bisweilen größeren Grundstücke.
Wer in einem alten Haus durch Umbau, Anbau oder eine Aufstockung Raum gewinnen möchte, sollte als erstes einen Architekten verpflichten. "Er muss klären, ob die geplante Wohnraum-Erweiterung mit der vorhandenen Bausubstanz überhaupt technisch und statisch möglich ist", sagt Architekt Thomas Drexel aus Augsburg. Zudem muss der für das Grundstück geltende Bebauungsplan mit den Umbauten vereinbar sein.
Manchmal ist abreißen sinnvoll
Dazu sollte eine genaue Kosten-Nutzen-Berechnung kommen. "Dabei gilt es, verlässlich zu klären, ob sich der finanzielle Aufwand für den Umbau oder die Erweiterung überhaupt rechnet", sagt der Architekt Holger Reiners aus Hamburg. Bei schlechter Bausubstanz sei es manchmal besser, das alte, energetisch mangelhafte Haus abzureißen und an seiner Stelle einen energiesparenden, den Bedürfnissen der Bewohner entsprechenden Neubau zu errichten.
Wenn eine Erweiterung sinnvoll erscheint, gibt es vielfältige Lösungsmöglichkeiten. "Bei kleinen Räumen und genügend Wohnraum reicht manchmal das Herausreißen überflüssiger Mauern, um den Grundriss zu optimieren und an die Bedürfnisse der Bewohner anzupassen", erklärt Reiners. Ist insgesamt zu wenig Platz, kann neben dem Entkernen des Altbaus auch ein Anbau an das bestehende Objekt eine Variante sein.
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