Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer - die privaten Geldvermögen sind im vergangenen Jahr um acht Prozent gestiegen. Allein in Deutschland gibt es 400.000 Millionäre.
Nach dem Ende der Wirtschaftskrise wachsen die Vermögen der Reichen und Superreichen wieder ungebremst. Wie es in der neuesten Vermögensstudie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) heißt, sind die privaten Geldvermögen 2010 um acht Prozent auf 122 Billionen Dollar gestiegen. Das sind 20 Billionen mehr als Ende 2008, dem Tiefpunkt der Finanzkrise. Besonders profitiert haben von der Entwicklung die neuen Reichen in Asien. Sie wurden um nicht weniger als 17,1 Prozent wohlhabender. Die Angaben der BCG-Studie beruhen auf Daten professioneller Vermögensverwalter. Sie erfassen Bargeld, Aktien, Wertpapiere und Fonds, nicht jedoch Immobilien- und Sachvermögen.
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Das Land mit den meisten Millionären (5,2 Millionen) bleiben mit großem Abstand die USA, gefolgt von Japan, China, Großbritannien und Deutschland, das mit 400.000 Millionären an fünfter Stelle liegt. (© dpa)
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Was die absolute Höhe der Privatvermögen betrifft, bleibt Nordamerika bis auf weiteres unangefochten an der Spitze. Dort liegen private Geldvermögen von insgesamt 38,2 Billionen Dollar (plus 10,2 Prozent). Dagegen stiegen die Vermögen in Europa mit 4,8 Prozent nur unterschiedlich, was vor allem eine Folge der Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar im vergangenen Jahr war. Der spektakuläre Aufstieg Asiens in der Welt der Superreichen zeigt sich an einer ganzen Reihe von Einzeldaten. In China sind die großen Privatvermögen um 29,0 Prozent gestiegen, in Indien um 21,6 Prozent. China weist mittlerweile 393 superreiche Haushalte mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Dollar aus, wodurch das Land in der BCG-Rangliste der sogenannten Ultra-Vermögenden vom 13. auf den 8. Rang vorrückt.
Das Land mit den meisten Millionären (5,2 Millionen) bleiben mit großem Abstand die USA, gefolgt von Japan, China, Großbritannien und Deutschland, das mit 400.000 Millionären an fünfter Stelle liegt. Das Land mit der größten Millionärsdichte, so die Studie, ist Singapur, wo 15,5 Prozent aller Haushalte über mehr als eine Million Dollar verfügen. An zweiter Stelle folgt die Schweiz mit 9,9 Prozent. Die meisten Superreichen (mehr als 100 Millionen Dollar) leben in den USA - insgesamt 2692 Haushalte. In dieser Kategorie liegt Deutschland mit 839 Haushalten vor Saudi-Arabien und Großbritannien an zweiter Stelle.
Dass die Reichen und Superreichen nach der Krise überhaupt so zulegen konnten, hat mit der guten Verfassung der Finanzmärkte zu tun. "Während der Krise setzten die Anleger vor allem auf Bargeld", sagt Ludger Kübel-Sorger, Partner bei BCG. "Inzwischen haben die Kunden aber ihre Gelder wieder in risikoreichere Anlagen umgeschichtet." Für die kommenden fünf Jahre erwartet BCG einen Vermögenszuwachs von weltweit durchschnittlich 5,9 Prozent. In China werden es 14 Prozent sein, in Indien 18 Prozent, in Deutschland dagegen nur 3,8 Prozent. Viele Reiche legen ihr Vermögen immer noch in sogenannten Offshore-Zentren jenseits ihrer Heimat an. Diese Offshore-Zentren sind jedoch mehr und mehr unter politischen Druck geraten, und dieser Druck schlägt sich inzwischen auch in Marktzahlen nieder. Der Anteil des Weltvermögens, der offshore angelegt ist, sank 2010 bereits leicht von 6,6 auf 6,4 Prozent.
Laut BCG ist das aber nur der Beginn einer Entwicklung. Das gilt zum Beispiel für die Schweiz, dem weltweit wichtigsten Offshore-Zentrum. "Über die Hälfte aller Anlagen in der Schweiz kommen von anderen europäischen Ländern, die ihre Aufsicht über das grenzüberschreitende Bankgeschäft verstärken", heißt es in der Studie. "Als Ergebnis wird die Schweiz einen signifikanten Rückgang der Anlagen westeuropäischer Kunden erleben." Mit einer ähnlichen Entwicklung sei auch in Luxemburg zu rechnen. Neben Deutschland hatten zuletzt auch die Vereinigten Staaten versucht, von der Schweiz Daten ihrer eigenen Steuerbürger zu bekommen. Diese suchen jetzt nach anderen Anlageformen oder -plätzen.
- Milliardäre Die reichsten Deutschen 12.10.2010
- Partnervermittlung für Reiche Kupplerin der Millionäre 27.04.2011
- TV-Kritik: Anne Will "Mehr Karl May als Karl Marx" 16.08.2010
(SZ vom 01.06.2011/hgn)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
aber nur, wenn man sich der damit einher gehenden VERANTWORTUNG auch bewusst ist!
In den Zeiten der Heuschrecken, Aktien, Lobbys und Rechtsverdreher, die Klage führen, um weiter Menschen ermorden zu dürfen (wie gerade die Tabak-Mafia und bald wahrscheinlich auch die Atom-Mafia) und einer Regierung ohne das geringste Rückrat gibt es leider nur noch: "Nach mir die Sintflut!".
Ein wenig Hoffnung gibt höchstens das, was gerade in den N-Afrikanischen Ländern passiert ist...
ach schon wieder Sie mit Ihren statements-
und ich darf Sie wieder mal erinnern, dass Sie mir fest versprochen hatten, mir Ihre Anfrage an SwissLife zum Thema Maschmeyer incl deren Antwort zukommen zu lassen (passt ja jetzt aktuell zum Thema "Reichtum"- denn MM ist ja wohl auf nicht ganz seriöse Weise reich geworden- und das wollten Sie ja bei SwisslIfe monieren.
Also, was ist? bekomme ich noch eine Antwort oder wars wieder mal leeres Phrasendreschen von Ihnen?
es ist schon irgendwo irwitzig das niemand solche zustände anprangert... kein mensch ist irgendwie in der lage sich durch eine gene leistung derartige vermögen anzueignen... ich bin ganz bestimmt kein fan von kommunismus, aber geld bedeutet immer auch macht und ementsprechend geht von solchen riesenvermögen sehr wohl eine gefahr für die demokratie aus...
es kann nicht sein das wir uns von einer art geldadel regieren lassen...
niemand der halbwegs bei verstand ist kann hier von gerechtigkeit sprechen... ok, die welt ist auch nicht gerecht, war sie nie, wird sie nie sein. Aber ist nicht irgendwann eine grenze überschritten? wir kürzen bei den allerärmsten und manch politiker behauptet einfach mal das wir das chinesische modell von menschenwürde übernehmen sollten um konkurrenzfähig zu bleiben...
und gleichzeitig verdoppeln sich die vermögen der allerreichsten all 10 jahre? das ist irrsinnig.
Wer, wie Sie, Zitat "Zitat "Superreiche sind keine Idole und keine Vorbilder. Superreiche sind der Tumor jeder Gemeinschaft. Ebenso wie die Parasiten der "alternativlosen" Finanzwirtschaft in Wahrheit Gesellschaftsfeinde sind. "
klassifiziert, um es vorsichtig zu formulieren, darf sich nicht wundern, wenn ihm eine Frage gestellt wird, ob er nicht das Dritte Reich in bedenklicher Nähe zu solchen Worten sieht.
Wer sodann:
Zitat "Wie lange wird es wohl noch dauern, bis man den zu respektierenden, selbsterarbeiteten Wohlstand klar von dem obszönen Reichtum abgrenzt, der ausschließlich auf Betrug, Ausbeutung und Schädigung der Gesellschaft beruht? "
fragt: der verwendet Begriffe, die in eine Richtung gehen, die, vorsichtig gesagt, nicht eben diskursfähig ist.
Es ist allerdings gut, dass Sie das nun als "kruden Schwachsinn" bezeichnen; Ich bin höflichkeitshalber so weit mit Ihnen nicht gegangen.
Warum sollte man Geld "verderblich" machen? Sie werfen hier würfelartig Begriffe aus der Geldwirtschaft zusammen, ohne zu unterscheiden.
Es ist Kennzeichen des freiheitlichen demokratischen Staates, dass seine "Mitglieder" mit ihrem Geld tun dürfen, was immer ihnen beliebt. Das ist schon einmal das kleine 1 x 1 der Demokratie, an der Sie, m.E. noch mächtig zu üben haben.
Forderten Sie eine einfachere Steuergesetzgebung, forderten Sie mehr qualifiziertes Person in den Verwaltungen: ich wäre sofort bei Ihnen. Sie meinen "Deutsche" benutzen ihren Kopf nicht. Auch hier ist die Verallgemeinerung Unfug. Die die Ihren Kopf benutzen, nehmen nur nicht mehr teil an sinnfreien Verteilungsdebatten.
"... In Wahrheit haben wir die schlichte, direkte Korruption {...} längst verlassen und haben eine richtigggehende Korruptionsindustrie {...}.
Wir befinden uns also nicht am unteren Ende der Skala, sondern an der Spitze. Dass {manche} das nicht durchblicken ist übrigens auch ein Teil der Evolution und des Erfolgs dieser Machenschaften. ..."
INSM und Konsorten, die Lambsdorffs, Kauders, Kochmehrininnen, Henkels, (Un-)Sinns, Oettingers und Bangemänner dieser Nation.
Integere Politiker und Multiplikatoren scheinen heutzutage wesentlich ausgestorber zu sein als Mammuts und Dinosaurier.
Ausserdem ist es natürlich völlig blödsinnig, die Deutsche mit der Singaporischen Millionärsdichte zu vergleichen, ebenso wie es andererseits natürlich vollständiger Blödsinn ist, die Arbeitssicherheit von Bangladesh mit der von Bayern zu vergleichen, auch wenn das einschlägige o.g. Personal das immer wieder versucht.
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