Wahl der Krankenversicherung Wie sich Ehepaare und Familien am besten versichern

Gesetzlich oder privat? Bei der Wahl der Krankenversicherung spielt nicht nur das Gehalt eine Rolle. Worauf Ehepaare und Familien achten sollten.

Ehepaare, die sich Kinder wünschen, sollten den Nachwuchs noch bevor er auf der Welt ist in ihre Überlegungen zur Krankenversicherung einbeziehen und in Gedanken ein großes rotes Stoppschild vor dem Eintritt in die Privatversicherung aufstellen. Denn wer aus dem gesetzlich Solidarsystem aus- und in eine private Versicherung eintritt, trifft womöglich nicht nur für sich eine Lebensentscheidung, sondern auch für den Ehepartner und die späteren gemeinsamen Kinder.

Denn nur in der gesetzlichen Familienversicherung können Kinder bis zum 25. Lebensjahr kostenlos mitversichert werden, sofern sie über kein eigenes Einkommen verfügen, das 375 Euro übersteigt (400 Euro bei Minijobbern). Weitere Voraussetzung ist jedoch, dass entweder beide Eltern gesetzlich versichert sind oder zumindest jenes Elternteil, das die höheren Einnahmen hat. Sind die Eltern bei verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen versichert, können sie frei wählen, in welcher sie ihr Kind unterbringen.

Für Neugeborene besteht grundsätzlich ab dem ersten Lebenstag Versicherungsschutz - bei welcher Kasse, entscheidet sich jedoch erst im Nachhinein und nicht automatisch, sondern auf Wunsch der Eltern.

Bei der Geburtsanzeige beim Standesamt, die innerhalb der ersten Woche nach der Geburt zu erfolgen hat, bekommen die Eltern neben der Geburtsurkunde eine Bescheinigung für die noch auszuwählende Krankenversicherung.

Gesetzlich pflichtversicherte Eltern sollten mit dieser sobald wie möglich einen Versicherungsantrag auf eine beitragsfreie Familienversicherung des Kindes bei der Kasse der Eltern, bzw. eines Elternteiles (in der Regel des besser verdienenden) stellen. Werden in der Zwischenzeit kinderärztliche Untersuchungen durchgeführt, muss die Versicherungskarte des Kindes beim Arzt nachgereicht werden.