Wahl der Krankenversicherung Was Singles bei ihrer Versicherungswahl beachten sollten

Gesetzlich oder privat, das ist die Frage. Wer sich für eine Krankenversicherung entscheidet, sollte sich nicht zu sehr von seiner momentanen Situation leiten lassen. Gerade Singles sollten wachsam sein.

Selbst wem der Traumpartner noch nicht über den Weg gelaufen ist, sollte sich über einen Bund fürs Leben Gedanken gemacht haben. Den mit seiner Krankenversicherung. Denn die wenigsten Versicherten bleiben "Dauersingle", sagt Stephan Nuding, Krankenversicherungsexperte der Verbraucherzentrale Bayern: "Singles haben sich meist die gleichen Fragen zu stellen wie ein Paar, nur dass sie nicht wissen, mit wem sie ihre Pläne verwirklichen wollen."

Deshalb sollten sich auch gut situierte Singles, deren Einkommen weit über der Jahresentgeltgrenze von 50.850 Euro liegt, einen Wechsel in die private Krankenkasse gut überlegen. Wer voreilig einen Kinderwunsch ausschließt, sich zwei Jahre später aber doch noch zum Familienmenschen gewandelt hat, wird seine Kinder als privat Versicherter nicht kostenfrei in der gesetzlichen Familienversicherung unterbringen können (es sei denn, das zweite Elternteil ist gesetzlich versichert und verdient mehr).

Die mögliche Entscheidung für einen Eintritt in die private Versicherung dürfe zwar nicht zu spät fallen, räumt Thorsten Rudnik, Vorstand des Bundes der Versicherten, ein. "Aber noch nicht mit Mitte 20, wenn man noch nicht absehen kann, wie die familiäre und berufliche Situation in den nächsten Jahren aussehen wird".